Die passenden Alternativen zu SimpliMed sind Epikur, easymed und Pabau, eine All-in-one-Praxissoftware für ästhetische Praxen. Welche davon zu Ihnen passt, entscheidet vor allem Ihr Abrechnungsmodell. Epikur ist die Wahl für Psychotherapeuten und Ärzte, die über die KV abrechnen. easymed richtet sich an Therapiepraxen wie Physiotherapie und Osteopathie, die auch mit Krankenkassen abrechnen. Pabau passt zu Kosmetik-, Wellness- und Privatpraxen mit Selbstzahlern.
Wichtig vorab: SimpliMed ist kein veraltetes Desktop-Programm. Es gibt eine Online-Version, Terminerinnerungen und Online-Anamnese. Ein Wechsel lohnt sich deshalb vor allem dann, wenn sich Ihr Praxismodell verändert hat.
Das Wichtigste in Kürze
SimpliMed bietet eine Online-Version, E-Mail- und SMS-Erinnerungen sowie Online-Anamnese, aber keine KV-Abrechnung.
Epikur ist die naheliegende Alternative für Psychotherapeuten und Ärzte mit Kassenzulassung.
easymed richtet sich an Therapiepraxen und rechnet neben GebüH und GOÄ auch mit gesetzlichen Krankenkassen ab.
Pabau eignet sich für ästhetische, kosmetische und private Praxen, die Behandlungsnotizen, Vorher-nachher-Fotos und Marketing in einem System bündeln wollen.
Prüfen Sie vor dem Wechsel, ob ein SimpliMed-Zusatzmodul wie Online-Termine Ihr Problem bereits löst.
Alternativen zu SimpliMed: drei Optionen im Überblick
Wer SimpliMed Preise und Tarife vergleicht, will meist wissen, was andere Anbieter leisten. Die Tabelle stellt die drei Alternativen SimpliMed gegenüber, sortiert nach Zielgruppe, Abrechnung, Betrieb und Einstieg.
Was SimpliMed kann und wann sich ein Wechsel lohnt
SimpliMed ist eine deutsche Praxissoftware für Heilpraktiker, Ärzte und Osteopathen. Es gibt sie als lokale Windows-Version SimpliMed23 und als SimpliMed-Online. Die Online-Version läuft geräteunabhängig, die Daten liegen ausschließlich auf deutschen Servern.
Auch beim Funktionsumfang ist SimpliMed weiter, als manche Vergleiche nahelegen. Laut Anbieter gehören diese Funktionen dazu:
- Terminbestätigungen und Erinnerungen per E-Mail oder SMS, manuell oder zeitgesteuert verschickt.
- Online-Anamnesebögen aus eigenen Fragen oder Vorlagen, eingebunden auf der Praxiswebsite oder per E-Mail versendet.
- Ein Formulardesigner und die digitale Unterschrift des Patienten.
- Online-Terminbuchung als kostenpflichtiges Zusatzmodul (Online-Termine, 19,99 € pro Monat), synchron mit dem SimpliMed-Kalender und mit Warteliste.
- Abrechnung nach GebüH, GOÄ und Hufeland-Verzeichnis sowie eine kostenlose Testversion.
Die Grenzen liegen also woanders. SimpliMed rechnet nicht über die Kassenärztliche Vereinigung ab. Für Praxen mit Kassenzulassung scheidet es damit aus.
Außerdem ist die Software auf Naturheilkunde und Privatmedizin zugeschnitten. Ästhetische Praxen und Kosmetikinstitute arbeiten anders. Sie brauchen Fotodokumentation, behandlungsbezogene Einwilligungen, Kampagnen für Folgetermine und oft mehrere Standorte. Stehen diese Abläufe im Mittelpunkt, ist eine darauf ausgerichtete Software meist die bessere Wahl.
Pabau: die Alternative für ästhetische und private Praxen
Pabau ist eine cloudbasierte Praxissoftware für medizinische Ästhetik, Kosmetik, Wellness und Privatpraxen. Termine, digitale Patientenverwaltung, Formulare, Zahlungen und Marketing laufen in einem System.
Der Preis richtet sich nach Standorten und Nutzern, und jedes Abo enthält alle Funktionen. Gegenüber SimpliMed liegt der Unterschied vor allem im Schwerpunkt. Pabau ist für den Ablauf einer ästhetischen Behandlung gebaut, von der Beratung bis zur Nachsorge.
- Behandlungsnotizen: Jede Behandlung wird direkt in der Patientenakte dokumentiert.
- Vorher-nachher-Fotos: Aufnahmen werden der Patientenakte zugeordnet und landen nicht auf dem privaten Handy.
- Einwilligungen und Anamnese: Patienten füllen behandlungsspezifische Formulare vor dem Termin digital aus und unterschreiben sie.
- Marketing: E-Mail- und SMS-Kampagnen erinnern Patienten zum Beispiel an Auffrischungstermine.
- Mehrere Standorte: Alle Filialen arbeiten in einem System mit gemeinsamer Patientenakte und gemeinsamen Berichten.
Funktionen im Vergleich: Pabau und SimpliMed
Bei Erinnerungen und Formularen liegen beide Systeme also nah beieinander. Pabau setzt seine Schwerpunkte dagegen bei Fotodokumentation, Marketing und dem Betrieb mehrerer Standorte.

Auf Capterra erreicht Pabau 4,3 von 5 Sternen. Nutzer loben besonders die Terminverwaltung und die Online-Buchung. Kleinere Praxen nennen gelegentlich die Einarbeitungszeit als Kritikpunkt.
Epikur: die Alternative für Praxen mit Kassenzulassung
Epikur ist eine Praxisverwaltung für Psychotherapeuten und Ärzte, die unter Mac, Windows und Linux läuft. Sie unterstützt die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Genau dort endet der Einsatzbereich von SimpliMed.
Einen ausführlichen Vergleich lesen Sie in unserem Beitrag SimpliMed vs. Epikur. Hier die wichtigsten Punkte:
- Kassenabrechnung: Epikur ist für Praxen gebaut, die gesetzlich Versicherte über die KV abrechnen.
- Zielgruppe: Psychotherapiepraxen und Arztpraxen sowie Ausbildungsinstitute und Ambulanzen.
- Testversion: Sie können die Abläufe vor dem Kauf in einer Testversion prüfen.
- Weniger passend: Für Heilpraktiker, Kosmetikinstitute und reine Selbstzahlerpraxen ohne Kassenabrechnung ist Epikur meist überdimensioniert.
Die Preise hängen vom Paket und vom Umfang der Kassenabrechnung ab. Details finden Sie in unserem Beitrag zu Epikur Kosten und Tarifen.
easymed: die Alternative für Therapiepraxen
easymed ist eine Praxissoftware, die laut Anbieter von Therapeuten für Therapeuten entwickelt wurde. Im Mittelpunkt stehen Physiotherapie, Osteopathie und Chiropraktik. Heilpraktiker und Naturheilkunde gehören ebenfalls zur Zielgruppe.
Jede Praxis erhält eine eigene, in Nürnberg gehostete Instanz mit eigener Datenbank. Darauf baut ein breiter Funktionsumfang auf:
- Abrechnung: GebüH und GOÄ sowie die Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen, wichtig für Therapiepraxen mit Kassenrezepten.
- Online-Terminbuchung: Patienten buchen rund um die Uhr selbst, mit getrennten Regeln für Neu- und Bestandspatienten.
- Erinnerungen: Sie gehen automatisch per E-Mail und WhatsApp raus, der Versandzeitpunkt ist einstellbar.
- Preise: Solo kostet 199 € und Team 499 € pro Monat, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Neukunden ab 2027 gelten 299 € beziehungsweise 799 €.
- Einstieg: Eine Testphase gibt es nicht, dafür einen Demozugang mit Beispieldaten und eine kostenlose Vorführung.
Damit ist easymed keine Sparlösung, sondern ein umfassendes System für Therapiepraxen. Wer bis Ende 2026 abschließt, behält laut Anbieter den aktuellen Preis dauerhaft.
Welche Alternative passt zu Ihrem Abrechnungsmodell?
Das Abrechnungsmodell ist der wichtigste Faktor bei der Wahl einer Alternative zu SimpliMed. Kassenabrechnung und Privatabrechnung stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an die Software. Drei Fragen führen Sie in der richtigen Reihenfolge zur passenden Lösung.

Die Tabelle zeigt, worin sich beide Abrechnungsmodelle im Detail unterscheiden:
Heilpraktiker rechnen nach dem GebüH ab und brauchen keine KV-zertifizierte Software. Wer streng nach Gebührenziffern abrechnet, ist bei SimpliMed oft gut aufgehoben. Pabau lohnt sich eher, wenn Selbstzahler-Behandlungen, Folgetermine und Patientenmarketing den Alltag prägen.
Unabhängig von der Software gilt die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) für jede Verarbeitung von Patientendaten.
Welche Software passt zu welchem Praxistyp?
Fachrichtung, Patientenstruktur und Wachstumspläne entscheiden, welche Lösung trägt. So sieht die Zuordnung in der Praxis aus:
- Heilpraktikerpraxis mit GebüH-Abrechnung: SimpliMed bleibt eine solide Wahl. Fehlt nur die Online-Buchung, reicht oft das Zusatzmodul Online-Termine.
- Kosmetikinstitut oder ästhetische Praxis: Pabau, weil Fotodokumentation, Einwilligungen und Marketing für Folgebehandlungen im selben System liegen.
- Privatarztpraxis mit Selbstzahlerleistungen: Pabau, wenn Online-Buchung und Patientenkommunikation im Vordergrund stehen. Bei strenger GOÄ-Abrechnung lohnt der Blick auf SimpliMed.
- Psychotherapie- oder Arztpraxis mit Kassenzulassung: Epikur, weil weder SimpliMed noch Pabau über die KV abrechnen.
- Physiotherapie- oder Osteopathiepraxis: easymed, da es Kassenrezepte und Privatleistungen abdeckt. Weitere Optionen zeigt unser Beitrag zu Alternativen zu Epikur.
Planen Sie mehrere Standorte, sollte die Software das schon heute abbilden. Ein späterer zweiter Wechsel kostet deutlich mehr Zeit als eine sorgfältige Auswahl jetzt.
So läuft der Wechsel von SimpliMed Schritt für Schritt ab
Ein Softwarewechsel gelingt am besten mit einem festen Ablauf. Diese fünf Schritte haben sich bewährt:
- Ist-Zustand erfassen: Notieren Sie, welche SimpliMed-Funktionen Ihr Team täglich nutzt und was im Alltag fehlt.
- Datenexport klären: Fragen Sie nach, in welchem Format SimpliMed Stammdaten, Termine und Dokumentation exportiert. Lassen Sie den neuen Anbieter bestätigen, dass er dieses Format importieren kann.
- Auftragsverarbeitung regeln: Schließen Sie mit dem neuen Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) ab, bevor Patientendaten übertragen werden.
- Formulare übertragen: Bauen Sie Anamnesebögen, Einwilligungen und Rechnungsvorlagen im neuen System nach. Testen Sie sie anschließend mit Probepatienten.
- Stichtag festlegen: Planen Sie eine kurze Parallelphase und wählen Sie einen ruhigen Zeitraum für den endgültigen Umstieg.
Profi-Tipp
Starten Sie mit einem Testexport weniger Patientendaten und lassen Sie den neuen Anbieter den Import prüfen. So erkennen Sie Formatprobleme, bevor der gesamte Bestand umzieht.
Diese Fehler bremsen den Umstieg aus
Die meisten Probleme beim Wechsel entstehen schon vor dem ersten Datenexport. Achten Sie besonders auf diese vier Punkte:
- Nur nach Preis entscheiden: Ein günstiger Monatsbeitrag hilft wenig, wenn die Abrechnung nicht zu Ihrem Gebührenmodell passt.
- Vorhandene Zusatzmodule übersehen: Manche Wünsche erfüllt SimpliMed bereits, etwa Online-Termine oder SMS-Erinnerungen.
- Das Team zu spät einbinden: Empfang und Behandler kennen die Abläufe am besten und sollten bei der Demo dabei sein.
- Aufbewahrungspflichten vergessen: Behandlungsdokumentation müssen Sie nach § 630f BGB zehn Jahre aufbewahren, auch nach dem Wechsel.
Checkliste: Das sollten Sie vor dem Wechsel klären
Gehen Sie diese Fragen mit Ihrem Team durch, bevor Sie Anbieter kontaktieren:
- Welches Abrechnungsmodell nutzen Sie heute, und ändert es sich in den nächsten Jahren?
- Brauchen Sie KV-Abrechnung oder eine Heilmittelabrechnung mit Krankenkassen?
- Welche Formulare, Einwilligungen und Vorlagen müssen mit umziehen?
- Wo werden die Daten gespeichert, und stellt der Anbieter einen AVV bereit?
- Wie läuft das Onboarding ab, und wer ist Ihr fester Ansprechpartner?
- Wie viele Behandler und Standorte soll das System in drei Jahren abbilden?
So begleitet Pabau den Umstieg für ästhetische Praxen
Viele ästhetische Praxen arbeiten mit einem Flickenteppich aus Werkzeugen. Termine liegen in einem System, Fotos auf dem Diensthandy, Einwilligungen im Papierordner. Pabau führt diese Bausteine in einer Patientenakte zusammen.
Statt einer Testphase setzt Pabau auf eine Demo und strukturiertes Onboarding. Das Onboarding-Team übernimmt die Datenmigration, und ein fester Ansprechpartner, der Client Coordinator, begleitet Sie dabei. Danach richtet das Customer-Success-Team Buchungsregeln, Formulare und Zahlungsabläufe gemeinsam mit Ihnen ein.
So arbeitet Ihr Team vom ersten Tag an mit einem System, das auf Ihre Behandlungen eingestellt ist.
Ihre ästhetische Praxis in einem System
Pabau bündelt Termine, Behandlungsnotizen, Vorher-nachher-Fotos und Marketing in einer Patientenakte. Sehen Sie in einer Demo, wie der Umstieg von SimpliMed abläuft.

Fazit
SimpliMed ist besser als sein Ruf. Online-Version, Erinnerungen und Online-Anamnese sind vorhanden, die Online-Buchung gibt es als Zusatzmodul. Wechseln sollten Sie deshalb erst, wenn Ihr Praxismodell nicht mehr zur Software passt.
Brauchen Sie KV-Abrechnung, führt der Weg zu Epikur. Rechnen Sie als Therapiepraxis auch mit Krankenkassen ab, ist easymed die passende Wahl. Steht die ästhetische Behandlung im Mittelpunkt, spricht viel für Pabau.
Klären Sie zuerst Abrechnungsmodell und Kernabläufe, erst danach lohnt der Funktionsvergleich. Buchen Sie eine Demo und sehen Sie, wie Pabau Termine, Fotos und Einwilligungen für Ihre ästhetische Praxis zusammenführt.
Weiterführende Lektüre
SimpliMed oder Epikur: Was passt besser? SimpliMed vs Epikur im direkten Vergleich zeigt, welche Software für KV- und Privatpraxen die richtige Wahl ist.
Was kostet Praxissoftware in Deutschland wirklich? Unser Praxissoftware-Überblick vergleicht Tarife, Funktionen und Zielgruppen der wichtigsten Anbieter.
Wie viel kostet Epikur konkret? Epikur Kosten und Tarife 2026 listet alle Preismodelle und Alternativen im Detail.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Heilpraktiker eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur?
Nein. Die Telematikinfrastruktur vernetzt die Leistungserbringer der gesetzlichen Krankenversicherung. Heilpraktiker rechnen privat ab und sind nicht angebunden. Ihre Praxissoftware braucht deshalb keine TI-Zertifizierung.
Gibt es SimpliMed auch für den Mac?
Die lokale Version SimpliMed23 läuft unter Windows. Auf dem Mac nutzen Sie SimpliMed-Online, das geräteunabhängig im Browser läuft und Daten auf deutschen Servern speichert.
Dürfen Patientendaten ohne Einwilligung in eine neue Software übertragen werden?
In der Regel ja, wenn der neue Anbieter als Auftragsverarbeiter arbeitet. Grundlage ist ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Nennen Sie den neuen Dienstleister trotzdem in Ihrer Datenschutzerklärung.
Bietet Pabau eine kostenlose Testphase?
Nein. Pabau setzt auf eine persönliche Demo und strukturiertes Onboarding. Dabei wird die Software vor dem Start auf Ihre Behandlungen, Formulare und Abläufe eingerichtet, damit Ihr Team sofort produktiv arbeitet.



