Treatflow vs Patientify ist weniger ein Duell zweier Konkurrenten als ein Vergleich zweier günstiger DACH-Tools für unterschiedliche Zielgruppen. Patientify richtet sich an Heilberufe, die ihre Leistungen nach GOÄ, GebüH oder im Heilmittelbereich privat abrechnen. Treatflow ist für Kosmetik-, Laser-, Nagel- und Lash-Studios gebaut, die Termine, Kundenkartei und Kasse in einer App bündeln wollen.
Beide Anbieter veröffentlichen ihre Preise und starten jeweils bei 39 € netto im Monat. Beide lassen sich 14 Tage ohne Kreditkarte testen. Entscheidend ist deshalb, ob Sie eine Heil- und Therapiepraxis oder ein Beauty-Studio führen. Wer mehrere Standorte, ein wachsendes Team und Marketing aus einem System steuern will, findet in Pabau, der Praxissoftware, die wir entwickeln, eine umfassendere Alternative.
Das Wichtigste in Kürze
Treatflow und Patientify kosten beide ab 39 € netto im Monat, bedienen aber unterschiedliche Zielgruppen.
Patientify ist für privat abrechnende Heilberufe gebaut und rechnet nach GOÄ, GebüH und im Heilmittelbereich ab, nicht jedoch mit der GKV.
Treatflow richtet sich an Beauty- und Ästhetikstudios und bietet NiSV-konforme Dokumentation sowie eine TSE- und RKSV-konforme Kasse als Zusatzmodul.
Beide hosten ihre Daten in Deutschland und lassen sich 14 Tage ohne Kreditkarte testen.
Pabau eignet sich für wachsende Praxen, die Termine, Akten, Zahlungen und Marketing über mehrere Standorte in einem System verwalten.
Treatflow vs Patientify: Schnellvergleich auf einen Blick
Der Schnellvergleich zeigt: Beide Tools sind günstig und transparent bepreist, unterscheiden sich aber deutlich in Zielgruppe und Abrechnungslogik. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
Was ist Treatflow?
Treatflow ist eine All-in-one-App für Beauty- und Ästhetikstudios, die Terminkalender, Kundenkartei, digitale Formulare und Behandlungsdokumentation bündelt. Das Unternehmen wurde 2023 in Bischofshofen in Österreich gegründet und speichert die Daten auf EU-Servern in Frankfurt.
Zur Zielgruppe gehören Kosmetik-, Laser- und Permanent-Make-up-Studios, Nagel- und Lash-Studios, Spas sowie Massagepraxen. Für Laserstudios zählt vor allem die NiSV-konforme Dokumentation, die laut Anbieter auch Sprachnotizen aufnimmt. Therapie- und Heilpraxen stehen nicht auf der Liste der Branchen, die Treatflow bedient.
- Zielgruppe: Beauty-, Kosmetik- und Ästhetikstudios in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Tarife: Basic für 39 € und Booking für 59 € im Monat, jeweils netto
- Besonderheit: Kasse als Zusatzmodul, TSE-konform für Deutschland und RKSV-konform für Österreich
- Integrationen: Lexware, Google Kalender, Zapier und SumUp
Was ist Patientify?
Patientify ist eine Praxissoftware für privat abrechnende Heilberufe, die Patientenakte, Terminkalender, Abrechnung und Online-Buchung verbindet. Die Software deckt drei Abrechnungswelten ab: GOÄ für Privatärzte, GebüH für Heilpraktiker und den Heilmittelbereich für Therapeuten.
Zur Zielgruppe gehören Heilpraktiker, Privatärzte, Psychotherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten, Osteopathen, Ernährungsberater und Praxen für ästhetische Medizin. Klassische Kassenpraxen bedient Patientify nach eigener Aussage nicht, weil die GKV-Abrechnung fehlt. Die Daten liegen bei Hetzner in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.
Die Patientify Preise sind öffentlich einsehbar. Starter kostet 39 € und Pro 79 € im Monat, jeweils netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
- Zielgruppe: Privat abrechnende Heilberufe und ästhetische Medizin
- Abrechnung: GOÄ, GebüH, Heilmittel und Privatrechnungen, dazu ein DATEV-kompatibler Export
- Patientenkontakt: Terminkalender mit Erinnerungen, ab Pro Online-Buchung und Online-Anamnese, dazu ein Patientenportal als Zusatzmodul
- Integrationen: Stripe, Google Kalender im Pro-Tarif und eine KBV-zertifizierte Videosprechstunde über den Partner meetone
Treatflow vs Patientify: Funktionen im Vergleich
Im Funktionsvergleich Treatflow vs Patientify spiegelt sich die Zielgruppe in jedem Modul wider. Patientify denkt in Patientenakten und Gebührenziffern, Treatflow in Studioterminen und Kassenbons.
Digitale Patientenakten und Dokumentation
Digitale Akten sind das Herzstück jeder Patientenverwaltungssoftware. Patientify führt eine Patientenakte für Heilberufe. Im Pro-Tarif kommt eine Online-Anamnese hinzu, die Patienten vor dem Termin ausfüllen.
Treatflow führt stattdessen eine Kundenkartei mit Behandlungshistorie und Fotos. Digitale Einwilligungen und die NiSV-konforme Dokumentation sind auf die Pflichten von Laser- und Ästhetikstudios zugeschnitten. Schon der Basic-Tarif enthält Anamnese, Formulare und Behandlungsdokumentation, allerdings ohne Terminplanung.
Terminplanung und Online-Buchung
Bei Patientify hängt die Online-Buchung vom Tarif ab. Starter: Terminkalender mit Erinnerungen, Pro: Online-Buchung ohne Plugin, Online-Anamnese und Export in den Google Kalender.
Bei Treatflow gehört die Terminplanung nicht zum Basic-Tarif. Erst der Booking-Tarif für 59 € netto bringt Kalender, Online-Buchung rund um die Uhr und Erinnerungen per WhatsApp und E-Mail. Provisionen pro Buchung fallen laut Anbieter nicht an.
Abrechnung und Rechnungsstellung
Bei der Abrechnung liegen die beiden Tools am weitesten auseinander. Patientify erstellt Rechnungen nach GOÄ, GebüH und im Heilmittelbereich sowie freie Privatrechnungen. Ein monatlicher DATEV-kompatibler Export erleichtert die Zusammenarbeit mit der Steuerberatung.
Treatflow rechnet über eine Kasse ab, die als Zusatzmodul 39 € netto im Monat plus 149 € Einrichtung kostet. Sie ist TSE-konform für Deutschland, RKSV-konform für Österreich und setzt den Booking-Tarif voraus. Gebührenordnungen wie GOÄ oder GebüH nennt Treatflow nicht.
Integrationen und Ökosystem
Beide Anbieter dokumentieren ihre Integrationen öffentlich. Patientify bindet Stripe für Zahlungen, den Google Kalender im Pro-Tarif und eine KBV-zertifizierte Videosprechstunde über den Partner meetone an. Ein SumUp-Terminal und eine API-Anbindung im individuellen Tarif kommen hinzu.
Treatflow verbindet Lexware für die Buchhaltung, den Google Kalender, Zapier und SumUp. Über Zapier lassen sich weitere Tools anschließen, für die es keine direkte Schnittstelle gibt.
Profi-Tipp
Testen Sie beide Tools in der 14-tägigen Testphase mit einem typischen Fall aus Ihrem Alltag. Spielen Sie den Weg von der Online-Buchung über die Dokumentation bis zur Rechnung oder zum Kassenbon einmal komplett durch. So sehen Sie schnell, welche Abrechnungslogik zu Ihrem Betrieb passt.
Treatflow vs Patientify: Preise im Vergleich
Treatflow vs Patientify ist preislich ein enges Rennen, denn beide Anbieter starten bei 39 € netto im Monat. Unterschiede entstehen bei den Tarifstufen und Zusatzmodulen.
Für ein Team mit drei Behandlern kostet der Patientify-Pro-Tarif 79 € plus zweimal 39 €, also 157 € netto im Monat. Dazu kommen 19 % Umsatzsteuer und gebuchte Module.
Bei Treatflow lohnt vorab die Frage, ob Sie die Kasse brauchen, denn nur sie kostet eine Einrichtungsgebühr. Zusammen mit dem vorausgesetzten Booking-Tarif zahlen Sie dann 98 € netto im Monat und einmalig 149 €. Die Grafik zeigt, wie sich die Monatskosten je Tarifstufe staffeln.

Einführung und Benutzerfreundlichkeit
Beide Anbieter setzen auf einen schnellen Start ohne Vertragsbindung. Treatflow und Patientify bieten jeweils eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Treatflow verlangt außer für die Kasse keine Einrichtungsgebühr und ist jederzeit kündbar.
Patientify bucht nach der Testphase nicht automatisch ab, Sie entscheiden also aktiv über den Wechsel in einen Tarif. Im individuellen Tarif übernimmt das Team auch Onboarding und Datenimport.
- Treatflow: Persönliche 1:1-Betreuung auf Deutsch laut Anbieter, keine Mindestlaufzeit
- Patientify: Keine automatische Abbuchung nach der Testphase, begleiteter Datenimport im individuellen Tarif
- Empfehlung: Testen Sie mit Terminen aus Ihrer laufenden Woche statt mit Demodaten
Kundensupport und Serviceleistungen
Guter Support zählt bei Praxissoftware doppelt, weil jeder Ausfall direkt den Terminbetrieb trifft. Treatflow wirbt mit persönlicher 1:1-Betreuung auf Deutsch und setzt Kundenwünsche nach eigener Aussage zügig um.
Patientify bietet im Starter-Tarif Support per E-Mail. Im individuellen Tarif kommen ein eigenes Onboarding, begleiteter Datenimport und individuelle Workflows hinzu. Klären Sie vor dem Abschluss, welche Supportkanäle Ihr Tarif enthält.
Vor- und Nachteile: Treatflow
Treatflow ist ein junges, fokussiertes Tool für Studios, die Termine, Kundenkartei und Kasse aus einer Hand wollen.
Was Treatflow gut macht
- Klarer Fokus auf Beauty-, Kosmetik- und Laserstudios
- Transparente Festpreise ab 39 € netto ohne Provision pro Buchung
- NiSV-konforme Dokumentation und eine Kasse nach TSE und RKSV
- Erinnerungen per WhatsApp und E-Mail im Booking-Tarif
Wo Treatflow Grenzen hat
- Nicht für Therapie- oder Heilpraxen ausgelegt, Gebührenordnungen wie GOÄ oder GebüH fehlen
- Terminplanung erst ab dem Booking-Tarif für 59 € netto
- Die Kasse kostet 39 € im Monat plus 149 € Einrichtung
- Junger Anbieter, erst seit 2023 am Markt
Vor- und Nachteile: Patientify
Patientify spielt seine Stärke dort aus, wo Heilberufe privat abrechnen und die Abrechnung den größten Verwaltungsaufwand verursacht.
Was Patientify gut macht
- Abrechnung nach GOÄ, GebüH und im Heilmittelbereich
- DATEV-kompatibler Export für die Steuerberatung
- Hosting bei Hetzner in Deutschland
- KBV-zertifizierte Videosprechstunde über den Partner meetone
Wo Patientify Grenzen hat
- Keine GKV-Abrechnung, daher ungeeignet für Kassenpraxen
- Zusatzmodule wie Patientenportal oder Videosprechstunde kosten extra
- Jeder weitere Behandler im Pro-Tarif kostet 39 € netto im Monat
- Online-Buchung, Online-Anamnese und Google-Kalender-Export erst ab dem Pro-Tarif
Bewertungen und Erfahrungswerte
Patientify ist auf Capterra gelistet. Lesen Sie dort die aktuellen Erfahrungsberichte von Praxen Ihrer Fachrichtung, bevor Sie sich festlegen.
Treatflow ist seit 2023 am Markt. Bei einem jungen Anbieter sagt die 14-tägige Testphase oft mehr als fremde Bewertungen, weil Sie die Abläufe im eigenen Studio prüfen.
Wer sollte Treatflow wählen?
Treatflow passt zu Beauty- und Ästhetikstudios, die Termine, Kundenkartei, Dokumentation und Kasse in einer App bündeln wollen. Für Laserstudios ist die NiSV-konforme Dokumentation ein starkes Argument.
- Kosmetik-, Laser-, Permanent-Make-up-, Nagel- und Lash-Studios
- Studios in Deutschland oder Österreich, die eine TSE- bzw. RKSV-konforme Kasse brauchen
- Solo-Studios und kleine Teams mit festem Monatsbudget
Wer sollte Patientify wählen?
Patientify ist die passende Wahl für privat abrechnende Heilberufe, die eine elektronische Patientenakte mit GOÄ-, GebüH- oder Heilmittelabrechnung suchen.
- Heilpraktiker, Psychotherapeuten und Osteopathen mit Privatpatienten
- Physio- und Ergotherapiepraxen, die Heilmittel privat abrechnen
- Privatärzte und Praxen für ästhetische Medizin, die nach GOÄ abrechnen
- Praxen, die ihre Buchhaltung per DATEV-Export an die Steuerberatung übergeben
Gibt es eine bessere Alternative zu beiden?
Für wachsende Praxen mit mehreren Standorten, größeren Teams oder eigenem Marketing ist Pabau die umfassendere Alternative. Treatflow und Patientify sind auf kleine Betriebe mit klarem Profil zugeschnitten, und ihre Zusatzmodule summieren sich mit jedem Behandler.
Pabau ist eine All-in-one-Plattform für ästhetische, medizinische und multidisziplinäre Praxen. Terminverwaltung, digitale Patientenakten, Formulare, Zahlungen, Marketing und Reporting laufen in einem System. Mehrere Standorte steuern Sie aus derselben Oberfläche.
Patienten buchen über das Online-Buchungsportal und erhalten automatische Erinnerungen per SMS und E-Mail. Mit Pabau GO, unserer iOS-App, haben Behandler Termine und Patientenakten auch unterwegs griffbereit.
Die Preise richten sich nach Standorten und Nutzern, Details finden Sie unter pabau.com/de/preise. Jedes Abo enthält alle Funktionen. Ein strukturiertes Onboarding mit Datenübernahme sorgt dafür, dass Ihr Konto vom ersten Tag an zu Ihren Abläufen passt.
Einen detaillierten Überblick über Alternativen zu Patientify sowie weitere Optionen für den deutschsprachigen Markt finden Sie in unserem gesonderten Vergleich.
Praxis, Team und Standorte in einem System steuern
Pabau verbindet Terminverwaltung, Patientenakten, Zahlungen und Marketing in einer Plattform, auch über mehrere Standorte. So wächst Ihre Praxis, ohne dass Sie weitere Tools zusammenstückeln.

Fazit
Die Wahl zwischen Treatflow und Patientify trifft im Grunde Ihre Abrechnung. Rechnen Sie nach GOÄ, GebüH oder als Heilmittelpraxis ab, ist Patientify das passende Werkzeug. Verkaufen Sie Behandlungen über eine Kasse im Studio, ist Treatflow die schlankere Lösung.
Nutzen Sie die Testphase beider Anbieter für einen kompletten Arbeitstag statt für einen Rundgang durch die Menüs. Wer mehrere Standorte oder ein wachsendes Team plant, sollte die Grenzen beider Tools früh einkalkulieren. Buchen Sie eine Demo, um zu sehen, wie Pabau Termine, Akten und Zahlungen über alle Standorte verbindet.
Weiterführende Lektüre
Suchen Sie die beste Praxissoftware für Ihren Bereich? Praxissoftware im Vergleich gibt einen strukturierten Überblick über die führenden Lösungen für Med Spas, Kliniken und Gesundheitspraxen.
Möchten Sie Patientify tiefer evaluieren? Alternativen zu Patientify vergleicht Patientify mit weiteren Optionen und hilft Ihnen, die beste Entscheidung zu treffen.
Digitale Patientenakten effizient verwalten? Elektronische Patientenakte Software zeigt, welche Systeme für Privatpraxen und Heilpraktiker besonders geeignet sind.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen Treatflow und Patientify?
Der Hauptunterschied liegt in der Zielgruppe. Patientify ist für privat abrechnende Heilberufe gebaut und rechnet nach GOÄ, GebüH und im Heilmittelbereich ab. Treatflow richtet sich an Beauty- und Ästhetikstudios und bringt dafür NiSV-konforme Dokumentation und eine TSE-konforme Kasse mit.
Ist Patientify für Heilpraktiker geeignet?
Ja, Patientify ist für Heilpraktiker geeignet und rechnet nach GebüH ab. Die Software bietet außerdem eine Patientenakte und einen DATEV-kompatiblen Export. Starter: Terminkalender mit Erinnerungen, Pro: Online-Buchung und Online-Anamnese. Der Starter-Tarif kostet 39 € netto im Monat, Pro 79 €.
Wie verhalten sich Treatflow und Patientify beim Thema DSGVO?
Beide Anbieter speichern ihre Daten in Deutschland. Patientify nutzt Hetzner mit ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren, Treatflow EU-Server in Frankfurt und bezeichnet sich als DSGVO-konform. Fordern Sie vor Vertragsabschluss trotzdem den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) an.
Welche Praxissoftware ist besser für kleine Praxen: Treatflow oder Patientify?
Für kleine Heil- und Therapiepraxen ist Patientify die bessere Wahl, weil es nach GOÄ, GebüH und im Heilmittelbereich abrechnet. Kleine Beauty- und Laserstudios sind mit Treatflow besser bedient. Beide starten bei 39 € netto im Monat.
Gibt es eine Alternative zu Treatflow und Patientify mit mehr Funktionen?
Ja, Pabau verbindet digitale Patientenakten, Terminverwaltung, Online-Buchung, Zahlungen, Marketing und Multi-Standort-Verwaltung in einer Plattform. Die Preise richten sich nach Standorten und Nutzern, und jedes Abo enthält alle Funktionen. Details finden Sie auf pabau.com/de/preise.
Bieten Treatflow oder Patientify eine kostenlose Testphase an?
Ja, beide Anbieter bieten eine kostenlose 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Bei Patientify endet sie ohne automatische Abbuchung. Treatflow ist danach monatlich kündbar und verlangt außer für die Kasse keine Einrichtungsgebühr.



