Alternativen zu Medisoftware gibt es in Deutschland mehrere, und welche davon passt, entscheidet vor allem Ihr Abrechnungsmodell. Für Privatpraxen, Selbstzahler-Praxen und Spezialkliniken ohne Kassenabrechnung ist Pabau, die cloudbasierte Praxissoftware, die wir entwickeln, die stärkste Wahl. Wer GKV-Patienten behandelt, braucht dagegen ein KBV-zertifiziertes System. Dafür kommen CGM M1 PRO und ALBIS für Haus- und Fachärzte, TURBOMED für stabilitätsorientierte Kassenpraxen und Tomedo für Praxen auf Apple-Hardware infrage.
Viele Praxisinhaber suchen eine Alternative, weil die Oberfläche veraltet wirkt, der Support langsam reagiert oder die Anbindung an die elektronische Patientenakte (ePA) unklar bleibt. Dieser Vergleich zeigt, für welchen Praxistyp jede Option geeignet ist. Außerdem nennt er die Unterschiede bei KV-Abrechnung, ePA-Anbindung und Preis.
Das Wichtigste in Kürze
1. Pabau — die beste Wahl für Privatpraxen und Spezialkliniken, die ohne KV-Abrechnung arbeiten.
2. CGM M1 PRO — stark für Hausärzte, Fachärzte und MVZ mit überwiegend GKV-Patienten.
3. ALBIS — passt zu Haus- und Fachärzten, die GKV und GOÄ in einem System abrechnen.
4. TURBOMED — für Kassenpraxen, die eine bewährte und stabile KV-Abrechnung suchen.
5. Tomedo — die moderne KBV-zertifizierte Option für Praxen auf Apple-Hardware.
Alternativen zu Medisoftware im schnellen Überblick
Die folgende Tabelle zeigt alle fünf Alternativen mit den wichtigsten Entscheidungskriterien auf einen Blick.
Warum Ärzte eine Alternative zu Medisoftware suchen
Die häufigsten Wechselgründe sind selten rein technischer Natur. Meist kommen eine veraltete Benutzeroberfläche, neue Pflichten durch ePA und Telematikinfrastruktur sowie unzureichender Support zusammen. Wer die Medisoftware-Preise und Lizenzmodelle im Detail prüft, stellt oft fest: Lizenz, Wartungsvertrag und Hardware kosten zusammen mehr als moderne SaaS-Alternativen im Abonnement.
- Veraltete Benutzeroberfläche: Viele Anwender berichten von einer Windows-Desktop-Oberfläche, die seit Jahren kaum modernisiert wurde und mobilen Zugriff nicht unterstützt.
- Support-Probleme: Lange Reaktionszeiten bei technischen Problemen gelten als einer der häufigsten Wechselgründe bei traditionellen Praxissoftware-Anbietern.
- ePA- und TI-Unsicherheit: Die ePA-Nutzungspflicht für Praxen seit Oktober 2025 hat viele Praxen dazu gebracht, ihre Software kritisch zu prüfen.
- Intransparente Kosten: Einmallizenzen, jährliche Wartungsgebühren sowie Hardware- und IT-Kosten ergeben oft Gesamtbetriebskosten, die deutlich über monatlichen SaaS-Tarifen liegen.
- Keine Online-Terminbuchung: Patientenseitiger Selfservice wie digitale Buchung und Erinnerungen fehlt bei älteren Systemen oder ist nur als kostenpflichtiges Add-on verfügbar.
Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) müssen zertifizierte Praxisverwaltungssysteme definierte Anforderungen an Telematikinfrastruktur und Datenschutz erfüllen. Praxen, die einen Wechsel erwägen, sollten diese Anforderungen in ihre Auswahl einbeziehen.
1. Pabau: Die beste Alternative zu Medisoftware für Privatpraxen und Spezialkliniken
Pabau bündelt Online-Buchung, Patientenakte und Rechnungen für Privatpraxen in einem cloudbasierten System.
- Privatärztliche Praxen und Selbstzahler-Praxen
- Kliniken für ästhetische Medizin und Dermatologie
- Spezialkliniken für Longevity oder IV-Therapie
- Praxen mit mehreren Standorten
- Online-Terminbuchung als Kernfunktion
- Cloudbasiert, ohne eigenen Server
- Jeder Tarif mit vollem Funktionsumfang
- Keine KBV-Zertifizierung, keine KV-Abrechnung
- Keine TI-Anbindung für ePA und KIM
Pabau ist eine cloudbasierte Praxissoftware für Privatpraxen, ästhetische Kliniken, Spezialkliniken und Gesundheitseinrichtungen, die ohne GKV-Abrechnung arbeiten. Die Plattform deckt Terminplanung, digitale Patientenakten, Rechnungsstellung, Online-Buchung und Patientenkommunikation in einem System ab. Wichtig: Pabau ist nicht KBV-zertifiziert und damit nicht für Praxen geeignet, die über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen müssen.
Für Privatpraxen und spezialisierte Kliniken in ästhetischer Medizin, Longevity, funktioneller Medizin oder IV-Therapie bildet Pabau den gesamten Patientenweg digital ab. Das reicht von der ersten Online-Buchung bis zur Abschlussrechnung.
Wichtigste Funktionen
- Online-Terminbuchung: Patienten buchen rund um die Uhr selbst, Erinnerungen gehen automatisch per SMS oder E-Mail raus
- Digitale Patientenakten: Klinische Notizen, Behandlungsverläufe und Dokumente an einem Ort, browserbasiert zugänglich
- Rechnungsstellung für privatärztliche Leistungen: Rechnungen und Zahlungsverfolgung, inklusive Anzahlungen
- Patientenportal: Selbstservice für Patienten, digitale Formulare und Kommunikation vor und nach der Behandlung
- Automatisierte Workflows: Terminerinnerungen, Recall-Kampagnen und Nachsorge-E-Mails laufen automatisch
- Multi-Standort-Verwaltung: Mehrere Praxisstandorte in einem System mit standortübergreifenden Berichten
- Berichte und Analysen: Umsatzübersichten, Behandlungsauslastung und Teamperformance auf Knopfdruck
Wo Pabau überzeugt
- Modernes, mobiles Arbeiten: Browserbasiert, kein lokaler Server, kein VPN-Aufwand
- Starke Onboarding-Begleitung: Ein Onboarding-Team übernimmt die Datenmigration, ein persönlicher Client Coordinator begleitet die Einführung
- Transparente Preisstruktur: Monatliches Abonnement nach Nutzerzahl, keine Wartungsgebühren für Lizenzen
- Patientendigitalisierung von Anfang an: Online-Terminbuchung und digitale Formulare sind Kernfunktionen, keine teuren Add-ons
Wo Pabau Grenzen hat
- Keine KBV-Zertifizierung: Praxen mit GKV-Patienten und KV-Abrechnungspflicht können Pabau nicht für die Kassenabrechnung nutzen
- Keine TI-Anbindung (KIM, ePA via TI): Pabau bietet keine Telematikinfrastruktur-Konnektivität, die für GKV-Praxen gesetzlich vorgeschrieben ist
Nutzerbewertungen
Auf Capterra bewerten Nutzer Pabau mit 4,7 von 5 Sternen (600+ verifizierte Bewertungen). Besonders gelobt werden die einfache Terminplanung, das Patientenportal und die Qualität der Einführungsunterstützung. Als Kritikpunkt nennen einige Nutzer gelegentliche Synchronisierungsprobleme und die fehlende KV-Abrechnung.
Für wen ist Pabau die richtige Wahl?
- Privatärztliche Praxen und Selbstzahler-Praxen ohne GKV-Abrechnung
- Kliniken für ästhetische Medizin, Dermatologie oder funktionelle Medizin
- Praxen, die digitale Patientenkommunikation und Online-Buchung in den Vordergrund stellen
- Mehrstandort-Praxen, die ein einheitliches cloudbasiertes System suchen
Preise
| Tarif | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Starter | Auf der Pabau-Preisseite veröffentlicht | 1 Nutzer, bis zu 100 Patienten |
| Solo | Auf der Pabau-Preisseite veröffentlicht | 1 Nutzer, unbegrenzt Patienten |
| Team, Medium, Group | Nach Nutzerzahl | 2–3, 4–5 oder 6–15 Nutzer |
| Enterprise | Individuelles Angebot | Ab 16 Nutzern |
Pabau rechnet allein nach der Zahl der Nutzer ab, und jeder Tarif enthält den vollen Funktionsumfang. Die Preise für Starter und Solo stehen auf der Pabau-Preisseite, größere Teams erhalten ein Angebot nach Nutzerzahl.
2. CGM M1 PRO: Praxissoftware von CompuGroup Medical für GKV-Praxen
CGM M1 PRO ist die naheliegende Wahl für GKV-Praxen und MVZ, die volle KV- und TI-Integration brauchen.
- Allgemeinmediziner mit überwiegend GKV-Patienten
- Fachärzte mit KV-Abrechnung
- Gemeinschaftspraxen und MVZ
- KBV-zertifizierte KV-Abrechnung
- TI-Integration mit KIM und ePA
- Viele Fachrichtungsmodule
- Steile Lernkurve
- Support-Wartezeiten laut Nutzerberichten
- Keine öffentlichen Preise
CGM M1 PRO ist eines der bekanntesten KBV-zertifizierten Praxisverwaltungssysteme in Deutschland. Es gehört zum Portfolio von CompuGroup Medical (CGM), dem größten Anbieter von Arztpraxissoftware im deutschsprachigen Raum. Das System richtet sich vor allem an niedergelassene Allgemeinmediziner und Fachärzte mit gesetzlich versicherten Patienten und bietet volle TI-Integration inklusive KIM-Kommunikation und ePA-Anbindung.
Wichtigste Funktionen
- KBV-zertifizierte KV-Abrechnung: Vollständige Integration mit der Kassenärztlichen Vereinigung für die GKV-Quartalsabrechnung
- Telematikinfrastruktur (TI): KIM-Messaging, ePA-Zugriff und VZD-Verzeichnis nativ integriert
- GOÄ-Abrechnung: Privatärztliche Abrechnung als Ergänzung zur GKV-Abrechnung verfügbar
- Labor-Integration: LDT-Format für den deutschen Laboraustausch unterstützt
- Arztbrief und Befunddokumentation: Strukturierte Dokumentation für Überweisungsschreiben
- Mehrmandanten-Fähigkeit: Geeignet für Gemeinschaftspraxen und MVZ
Wo CGM M1 PRO überzeugt
- Vollständige KV-Compliance: KBV-Zertifizierung und TI-Anbindung erfüllen die gesetzlichen Pflichten für GKV-Praxen
- Etablierter Anbieter: CompuGroup Medical ist seit Jahrzehnten im deutschen Markt aktiv und bietet regionale Supportstrukturen
- Umfangreiche Funktionstiefe: Viele spezialisierte Module für unterschiedliche Fachrichtungen verfügbar
Wo CGM M1 PRO Grenzen hat
- Komplexe Benutzeroberfläche: Neue Anwender berichten von einer steilen Lernkurve, das System ist funktionsreich, aber wenig intuitiv
- Langsamer Support: Nutzerbewertungen nennen lange Wartezeiten beim technischen Support als wiederkehrenden Kritikpunkt
- Hohe Wechselkosten: Datenmigration und Umstellungsaufwand gelten als erheblich
Nutzerbewertungen
Nutzerberichte aus Fachforen und Praxisbewertungsportalen heben die Zuverlässigkeit der KV-Abrechnung als Stärke hervor. Kritik richtet sich regelmäßig gegen die Benutzeroberfläche und den Kundendienst. Öffentliche Bewertungen auf internationalen Plattformen wie Capterra sind für CGM M1 PRO nicht verfügbar (Stand: 2026).
Für wen ist CGM M1 PRO die richtige Wahl?
- Allgemeinmediziner und Fachärzte mit überwiegend GKV-Patienten
- Praxen, für die KBV-Zertifizierung und TI-Pflichterfüllung nicht verhandelbar sind
- Gemeinschaftspraxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ)
Preise
| Tarif | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Lizenz und Wartung | Keine veröffentlichten Preise | Angebot über den CGM-Vertrieb |
CGM veröffentlicht keine Preise für M1 PRO. Der Preis hängt von Praxisgröße, Arbeitsplätzen und Modulen ab und wird im Gespräch mit dem CGM-Vertrieb festgelegt.
3. ALBIS: Bewährte Alternative für Haus- und Fachärzte
ALBIS deckt GKV- und GOÄ-Abrechnung in einem bekannten CGM-System ab.
- Hausärzte mit gemischtem Patientenstamm
- Fachärzte mit GKV- und Privatpatienten
- Teams mit CGM-Erfahrung
- GKV- und GOÄ-Abrechnung in einem System
- TI-Integration über zertifizierte Konnektoren
- Vertraute Oberfläche für CGM-Teams
- Optisch wenig zeitgemäß
- Datentransfer beim Wechsel aufwendig
- Keine öffentlichen Preise
ALBIS ist ebenfalls ein Produkt von CompuGroup Medical und richtet sich an niedergelassene Allgemeinmediziner und Fachärzte. Die Software ist in Deutschland weit verbreitet und gilt als solides KBV-zertifiziertes System mit umfassendem Abrechnungsmodul für GKV und GOÄ. Einen detaillierten Vergleich zwischen Pabau und Albis mit Funktionsgegenüberstellung finden Sie in unserer separaten Übersicht.
Wichtigste Funktionen
- GKV-Abrechnung und GOÄ: Beide Abrechnungsformen werden vollständig unterstützt
- Bekannte Benutzeroberfläche: Vertraut für Praxisteams, die jahrelang mit ähnlichen CGM-Produkten gearbeitet haben
- TI-Integration: KIM, ePA und weitere TI-Dienste über zertifizierte Konnektoren
- Spezialisierungsmodule: Erweiterungen für verschiedene Fachrichtungen verfügbar
- Terminverwaltung: Integriertes Terminmodul für die Praxisorganisation
Wo ALBIS überzeugt
- KBV-zertifiziert: Gesetzliche Anforderungen für GKV-Praxen sind vollständig abgedeckt
- Bekannt und etabliert: Viele Praxisteams kennen die Oberfläche bereits aus früheren Systemen
- Umfassendes Abrechnungsmodul: GKV- und GOÄ-Abrechnung in einem System
Wo ALBIS Grenzen hat
- Veraltete Benutzeroberfläche: Ähnlich wie andere Legacy-Systeme wirkt ALBIS auf neue Nutzer optisch wenig zeitgemäß
- Migrationsprobleme beim Wechsel: Praxen berichten von Schwierigkeiten beim Datentransfer, wenn sie zu einem anderen Anbieter wechseln möchten
- Variabler Support: Die Qualität des Kundendiensts schwankt je nach Region und Vertragsstufe
Nutzerbewertungen
Öffentliche Bewertungen auf Capterra oder G2 sind für ALBIS nicht verfügbar (Stand: 2026). Aus Praxisforen geht hervor, dass die Abrechnungszuverlässigkeit geschätzt wird. Datenschnittstellen bei einem Anbieterwechsel werden dagegen häufig als schwierig beschrieben.
Für wen ist ALBIS die richtige Wahl?
- Hausärzte und Fachärzte mit gemischtem GKV/GOÄ-Patientenstamm
- Praxen, die eine bekannte CGM-Oberfläche bevorzugen
- Teams, die eine umfassende Abrechnungstiefe in einem Produkt benötigen
Preise
| Tarif | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Lizenz und Wartung | Keine veröffentlichten Preise | Individuelles Angebot nach Beratung |
Wie bei allen CGM-Produkten gibt es für ALBIS keine öffentlichen Listenpreise. Lizenz, Wartung und optionale Hardware werden im Beratungsgespräch einzeln kalkuliert.
4. TURBOMED: Stabile Alternative für niedergelassene Ärzte
TURBOMED passt zu Kassenpraxen, die eine bewährte KV-Abrechnung über eine moderne Oberfläche stellen.
- Niedergelassene Ärzte mit langjährigem GKV-Patientenstamm
- Praxen, die Stabilität vor Innovation stellen
- Teams mit CompuGroup-Erfahrung
- KBV-zertifizierte Quartalsabrechnung
- TI-Anbindung inklusive ePA-Zugriff
- Große, langjährige Nutzerbasis
- Design entspricht nicht modernen UX-Standards
- Wechsel gilt als aufwendig
- Keine öffentlichen Preise
TURBOMED ist eine weitere Praxisverwaltungssoftware unter dem Dach von CompuGroup Medical. Sie hat eine große, langjährige Nutzerbasis unter niedergelassenen Ärzten in Deutschland. Das System ist KBV-zertifiziert, TI-konform und legt den Schwerpunkt auf eine stabile, zuverlässige KV-Abrechnung für Kassenpraxen.
Wichtigste Funktionen
- KBV-zertifizierte Abrechnung: Verlässliche Quartalsabrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung
- TI-Compliance: Vollständige Telematikinfrastruktur-Anbindung inklusive ePA-Zugriff
- Bewährte Datenbasis: Stabile Patientendaten- und Dokumentationsfunktion mit langer Entwicklungshistorie
- Spezialisierungsmodule: Erweiterungen für verschiedene Fachgruppen verfügbar
Wo TURBOMED überzeugt
- Große Nutzerbasis: Jahrelange Praxiserfahrung im deutschen Markt bedeutet ausgereifte Funktionen und stabile Abrechnung
- TI- und ePA-Konformität: Erfüllt die aktuellen Anforderungen der gematik
- Vertrauenswürdig für konservative Praxen: Praxen, die Stabilität und Kontinuität schätzen, wählen häufig TURBOMED
Wo TURBOMED Grenzen hat
- Veraltete Oberfläche: Das Design entspricht nicht modernen UX-Standards, neue Mitarbeitende brauchen Zeit zur Eingewöhnung
- Bleiben aus Gewohnheit: Branchenbeobachter stellen fest, dass viele Nutzer TURBOMED vor allem deshalb behalten, weil der Wechsel als zu aufwendig gilt
Nutzerbewertungen
Öffentliche Bewertungen auf internationalen Plattformen sind nicht verfügbar (Stand: 2026). In deutschen Praxisforen wird die Abrechnungsstabilität gelobt. Die Benutzeroberfläche und die hohe Hürde für einen Wechsel werden regelmäßig kritisiert.
Für wen ist TURBOMED die richtige Wahl?
- Niedergelassene Ärzte mit langjährigem GKV-Patientenstamm
- Praxen, die auf bewährte Stabilität setzen und keinen hohen Innovationsdruck haben
- Teams, die bereits Erfahrung mit CompuGroup-Produkten mitbringen
Preise
| Tarif | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Lizenz und Wartung | Keine veröffentlichten Preise | Angebot nach Arbeitsplätzen und Modulen |
Für TURBOMED nennt CompuGroup Medical keine Listenpreise. Praxen erhalten ein individuelles Angebot auf Basis von Arbeitsplätzen, Modulen und Vertragslaufzeit.
5. Tomedo: Moderne Alternative für Mac-Nutzer unter den Ärzten
Tomedo ist die moderne KBV-zertifizierte Wahl für Praxen, die auf Mac, iPad und iPhone arbeiten.
- Praxen auf Apple-Hardware
- Jüngere Praxisgründer mit GKV-Abrechnung
- Ärzte, die von Windows-Systemen wegwechseln
- Nativ für macOS, iPad und iPhone
- KV-Abrechnung und TI-Integration
- Server in der Praxis oder Tomedo-Cloud
- Klassisches Tomedo nur auf Apple-Hardware
- Kleineres Support-Team als CGM
- Keine öffentlichen Preise
Tomedo ist eine macOS-native Praxisverwaltungssoftware, die bei jüngeren Praxisinhabern und Apple-affinen Ärzten zunehmend beliebt ist. Das System bietet KV-Abrechnung, TI-Anbindung und eine moderne Benutzeroberfläche, die speziell für den Mac entwickelt wurde. Wer weitere Optionen sucht, findet weitere Tomedo-Alternativen in unserem separaten Vergleich.
Wichtigste Funktionen
- macOS-nativ: Entwickelt für Apple-Geräte, läuft nativ auf Mac, iPad und iPhone
- KBV-zertifizierte Abrechnung: KV-Abrechnung und TI-Integration vorhanden
- Moderne Benutzeroberfläche: Gestaltet nach aktuellen macOS-Standards, mit kurzer Einarbeitungszeit für Apple-Nutzer
- Cloud-optional: Serverbetrieb in der eigenen Praxis oder in der Tomedo-Cloud möglich
- Terminverwaltung: Integriertes Kalendermodul mit Patientenplanung
Wo Tomedo überzeugt
- Modernes Erlebnis für Apple-Nutzer: Wer bereits mit Mac und iPhone arbeitet, findet in Tomedo eine vertraute Umgebung
- Wachsende Nutzerbasis: Besonders jüngere Praxisinhaber wählen Tomedo als Alternative zu älteren Windows-Systemen
- KBV-konform: Die gesetzlichen Anforderungen für GKV-Praxen werden erfüllt
Wo Tomedo Grenzen hat
- Klassisches Tomedo nur für Mac: Windows-Praxen müssten auf Apple-Hardware umsteigen. Der Hersteller zollsoft bietet mit tomedo.air seit Oktober 2025 eine zertifizierte, plattformunabhängige Variante mit kleinerem Funktionsumfang an
- Kleinerer Support: Verglichen mit CompuGroup-Produkten ist das Support-Team kleiner und die regionale Abdeckung geringer
- Weniger Legacy-Integrationen: Anbindungen an ältere Systeme und spezialisierte Drittanwendungen sind nicht immer verfügbar
Nutzerbewertungen
Öffentliche Bewertungen auf Capterra oder G2 sind für Tomedo nicht verfügbar (Stand: 2026). Praxisforen und Apple-affine Ärztenetzwerke berichten von hoher Zufriedenheit mit der Benutzeroberfläche. Kritik gilt gelegentlich der begrenzten Kompatibilität mit bestehenden Windows-Workflows.
Für wen ist Tomedo die richtige Wahl?
- Praxen, die ausschließlich auf Apple-Hardware setzen oder bereit sind umzusteigen
- Jüngere Praxisgründer, die Wert auf moderne Bedienung legen und GKV abrechnen
- Ärzte, die eine Alternative zu Windows-gebundenen Systemen suchen, ohne auf KV-Abrechnung zu verzichten
Preise
| Tarif | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Lizenz | Keine veröffentlichten Preise | Angebot nach Beratung, kostenlose Test-Datenkonvertierung |
Tomedo veröffentlicht auf seiner Website keine Preise (Stand: Oktober 2026). Der Hersteller zollsoft erstellt ein Angebot nach einem Beratungsgespräch und bietet eine kostenlose Test-Datenkonvertierung an.
Funktionsvergleich: Alternativen zu Medisoftware im direkten Gegenüber
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Funktionen und Compliance-Merkmale aller fünf Alternativen. So gleichen Sie die Systeme schnell mit den Anforderungen Ihrer Praxis ab.
ePA und Telematikinfrastruktur: Was Ihre neue Software leisten muss
Die elektronische Patientenakte (ePA) wird seit dem 15. Januar 2025 für alle gesetzlich Versicherten angelegt, sofern sie nicht widersprechen. Praxen sind seit dem 1. Oktober 2025 zur Nutzung verpflichtet. Praxen mit GKV-Patienten brauchen deshalb Software, mit der sie auf die ePA zugreifen und Daten eintragen können. Eine Übersicht zur elektronischen Patientenakte im Softwarevergleich zeigt, welche Systeme diese Anforderungen heute erfüllen.
Laut der gematik, der Betreiberin der Telematikinfrastruktur, gelten für jede zugelassene Praxissoftware technische Anforderungen für den Zugriff auf die ePA. Dazu gehören die Anbindung über einen zertifizierten Konnektor und der KIM-Dienst für die sichere Kommunikation zwischen Praxen und Kostenträgern.
- ePA-Zugriff: Praxen müssen die ePA des Patienten lesen und befüllen können, dafür muss die Software über die TI angebunden sein
- KIM-Kommunikation (Kommunikation im Medizinwesen): Sicherer Nachrichtenversand zwischen Praxis, Krankenhaus und Krankenkasse
- VZD-Verzeichnisdienst: Abruf von Arztstempeln und -adressen über den zentralen Verzeichnisdienst
- KBV-Zertifizierung: Nur von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierte Praxissoftware darf für die GKV-Abrechnung eingesetzt werden
- DSGVO-Konformität: Patientendaten müssen DSGVO-konform verarbeitet werden, ein EU-Serverstandort ist für viele Praxen ein wichtiges Kriterium
Für Privatpraxen ohne GKV-Abrechnung gelten diese TI-Pflichten nicht im gleichen Umfang. Sie können moderne cloudbasierte Systeme wie Pabau nutzen, solange die DSGVO-Anforderungen erfüllt sind. Die gesetzliche Grundlage für die ePA findet sich in § 341 SGB V.
Profi-Tipp
Prüfen Sie vor jedem Wechsel, ob die neue Software auf der aktuellen KBV-Zertifizierungsliste steht. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert und ist unter kbv.de öffentlich einsehbar. Nur dort gelistete Systeme dürfen für die GKV-Abrechnung eingesetzt werden.
Praxissoftware wechseln: Was Sie über Datenmigration wissen müssen
Ein Wechsel der Praxissoftware scheitert häufig nicht an der neuen Software, sondern am Datentransfer. Patientenstammdaten, Behandlungshistorien, Abrechnungsdaten und Dokumentenarchive müssen sicher und vollständig in das neue System übertragen werden. Fehler dabei kosten Zeit, Geld und im schlimmsten Fall Patientensicherheit.
- Bestandsaufnahme: Inventarisieren Sie alle Datenquellen, also Patientenstammdaten, Diagnosen, Abrechnungshistorie, Dokumente, Formulare und Laborergebnisse. Je vollständiger die Liste, desto gezielter kann der neue Anbieter migrieren.
- Exportformate klären: Fragen Sie Ihren bisherigen Anbieter, in welchen Formaten sich Daten exportieren lassen. GDT, xDT und proprietäre CSV-Exporte sind im deutschen Markt üblich. Nicht alle Systeme unterstützen offene Standards.
- Migrationsunterstützung des neuen Anbieters prüfen: Klären Sie im Vorfeld, ob der neue Anbieter aktive Datenmigration anbietet oder nur einen Rohdaten-Import. Der Unterschied kann für Ihr Team mehrere Wochen Aufwand ausmachen.
- Testlauf vor dem Go-live: Vereinbaren Sie einen Testmigrations-Lauf mit anonymisierten Patientendaten, bevor das System live geht. So erkennen Sie Datenverluste, bevor sie im Echtbetrieb auftreten.
- Parallelbetrieb einplanen: Rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen Parallelbetrieb, in denen altes und neues System gleichzeitig laufen. Das vermeidet Lücken in der Dokumentation während der Umstellung.
Erfahrungsberichte aus deutschen Praxen zeigen, dass gut geplante Wechselprojekte häufig drei bis sechs Monate dauern. Kurzfristige Wechsel in unter sechs Wochen sind möglich. Empfehlenswert sind sie aber nur, wenn das neue System aktive Migrationshilfe anbietet und die Datenmenge überschaubar ist.
Für welchen Praxistyp eignet sich welche Alternative zu Medisoftware?
Die Wahl der richtigen Alternative hängt in erster Linie vom Abrechnungsmodell und der Praxisausrichtung ab. Die Entscheidungshilfe zeigt die erste Weiche, die Tabelle darunter ordnet jeden Praxistyp einer Empfehlung zu.

Wie Sie die richtige Alternative zu Medisoftware auswählen
Fünf Kriterien helfen, die Auswahl auf die passende Alternative für Ihre Praxis einzugrenzen. Für einen direkten Vergleich Medisoftware vs. tomedo haben wir beide Systeme gesondert gegenübergestellt.
- Abrechnungsmodell: Behandeln Sie überwiegend GKV-Patienten? Dann ist eine KBV-Zertifizierung Pflicht, und Pabau scheidet aus. Arbeiten Sie rein privatärztlich, haben Sie die Wahl zwischen modernen cloudbasierten Systemen und klassischer Praxisverwaltungssoftware.
- Betriebssystem und Infrastruktur: Für Windows-Praxen scheidet das klassische Tomedo aus, zollsoft bietet dafür das plattformunabhängige tomedo.air an. Apple-Praxen können das Windows-Angebot von CompuGroup weitgehend ignorieren. Praxen ohne eigenen Server profitieren von cloudbasierten Systemen.
- ePA- und TI-Anforderungen: Alle GKV-Praxen brauchen TI-Anbindung und ePA-Kompatibilität. Privatpraxen ohne KV-Abrechnung unterliegen diesen Pflichten nicht im gleichen Umfang.
- Migrationskomplexität: Welchen Datenumfang haben Sie? Je größer die Patientendatenbasis, desto wichtiger ist die aktive Migrationsunterstützung durch den neuen Anbieter.
- Benutzerfreundlichkeit und Support: Wie technikaffin ist Ihr Team? Pabau und Tomedo brauchen weniger Einarbeitungszeit für technisch versierte Nutzer. Klassische CGM-Produkte sind Teams mit langjähriger Erfahrung in Praxisverwaltungssoftware vertrauter.
Wie Pabau Privatpraxen den Umstieg von Medisoftware erleichtert
Viele Privatpraxen führen Termine, Akten und Rechnungen heute in einer Desktop-Software, die Online-Buchung nur über Zusatzmodule anbietet. Erinnerungen, Anamnesebögen und Nachsorge laufen dann über Telefon, Papier oder einzelne E-Mails.
In Pabau liegen Kalender, Online-Terminbuchung, digitale Formulare, Patientenakte und Rechnungsstellung in einem cloudbasierten System. Patienten buchen selbst und füllen Formulare vor dem Termin aus, die Angaben landen direkt in ihrer Akte. Jeder Tarif enthält den vollen Funktionsumfang, abgerechnet wird nach Nutzerzahl.
Den Umstieg begleitet ein Onboarding-Team, das Ihre Patientendaten übernimmt, gemeinsam mit einem persönlichen Client Coordinator. So arbeitet Ihr Team schneller produktiv im neuen System, und Ihr Empfang telefoniert weniger Terminen hinterher.
Sehen Sie, wie Pabau Ihre Privatpraxis entlastet
Buchen Sie eine persönliche Demo und sehen Sie, wie Pabau Terminplanung, Patientenakten und Rechnungsstellung in Ihrer Privatpraxis zusammenführt.

Fazit
Beginnen Sie die Auswahl beim Abrechnungsmodell, nicht bei der Oberfläche. Wer über die KV abrechnet, wählt zwischen KBV-zertifizierten Systemen. Dort entscheiden Praxisgröße und Hardware zwischen CGM M1 PRO, ALBIS, TURBOMED und Tomedo.
Rein privatärztliche Praxen sind an diese Liste nicht gebunden und gewinnen mit einem cloudbasierten System am meisten. Online-Buchung, Formulare und Rechnungen arbeiten dort zusammen, statt in Zusatzmodulen zu stecken. Der Preis dafür ist der Verzicht auf die TI-Anbindung, der erst zählt, wenn GKV-Patienten hinzukommen.
Planen Sie die Datenmigration früh, denn sie bestimmt Ihren Zeitplan stärker als die Softwarewahl. Buchen Sie eine Demo und prüfen Sie, ob Pabau Termine, Akten und Rechnungen Ihrer Privatpraxis zusammenführen kann.
Weiterführende Lektüre
Suchen Sie eine spezialisierte Praxissoftware für Dermatologie? Praxissoftware für Dermatologie zeigt die sieben besten Systeme im direkten Vergleich.
Möchten Sie Albis mit anderen Systemen vergleichen? Alternativen zu Albis bietet einen detaillierten Pabau-vs-Albis-Vergleich.
Arbeiten Sie heute mit Tomedo? Tomedo-Alternativen stellt Optionen für Praxen vor, die über einen Wechsel nachdenken.
Nutzen Sie eine Software von medatixx? Alternativen zu medatixx vergleicht Praxissoftware für Praxen, die von medatixx wechseln möchten.
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Häufig gestellte Fragen zu Alternativen zu Medisoftware
Was sind die besten Alternativen zu Medisoftware?
Die besten Alternativen zu Medisoftware sind Pabau für Privatpraxen und Spezialkliniken sowie CGM M1 PRO, ALBIS und TURBOMED für GKV-Praxen mit KBV-Zertifizierungsbedarf. Tomedo eignet sich für Mac-Nutzer mit KV-Abrechnung. Die Wahl hängt vom Abrechnungsmodell, der IT-Infrastruktur und den Anforderungen an Telematikinfrastruktur und ePA ab.
Welche Praxissoftware ist KBV-zertifiziert?
KBV-zertifizierte Praxissoftware umfasst unter anderem CGM M1 PRO, ALBIS, TURBOMED und Tomedo. Die vollständige und aktuelle Liste zertifizierter Systeme veröffentlicht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf kbv.de. Pabau ist nicht KBV-zertifiziert und daher für GKV-Praxen nicht geeignet.
Unterstützt Medisoftware die Telematikinfrastruktur und ePA?
Ob Medisoftware die aktuellen TI- und ePA-Anforderungen vollständig erfüllt, sollten Sie direkt beim Anbieter prüfen, da sich technische Zertifizierungen regelmäßig ändern. Als Orientierung gilt: Praxen, die GKV abrechnen, brauchen eine Software von der aktuellen KBV-Zertifizierungsliste. Sie muss außerdem TI-Dienste wie KIM und den ePA-Zugriff unterstützen.
Eignet sich Pabau als Alternative zu Medisoftware für Privatpraxen?
Ja, Pabau eignet sich für Privatpraxen ohne GKV-Abrechnung als vollwertige Alternative zu Medisoftware. Die Plattform bietet Online-Terminbuchung, digitale Patientenakten, Rechnungsstellung für privatärztliche Leistungen und automatisierte Patientenkommunikation. Für Praxen mit KV-Abrechnung ist Pabau nicht geeignet, da keine KBV-Zertifizierung vorliegt.



