Medisoftware Preise sind nicht öffentlich einsehbar, denn der Anbieter aus Kiel veröffentlicht keine Preisliste und erstellt für jede Praxis ein individuelles Angebot. Die Kosten setzen sich aus Softwarelizenz, Einrichtung, Schulung, TI-Anbindung und Wartung zusammen.
Wie hoch jeder Baustein ausfällt, hängt von Praxisgröße, Fachrichtung, Zahl der Arbeitsplätze und gewählten Modulen ab. Wir zeigen, welche Kosten einmalig und welche laufend anfallen, worauf Sie im Angebot achten sollten und welche Alternativen ihre Preise offenlegen.
Das Wichtigste in Kürze
Medisoftware veröffentlicht keine Preisliste, die Kosten werden auf Anfrage individuell kalkuliert.
Typische Kostenfaktoren sind Lizenz, Einrichtung, Schulung, TI-Anbindung und Wartung.
Die Telematikinfrastruktur (TI) verursacht zusätzliche Hardware- und Servicekosten, die oft nicht im Softwarepreis stehen.
Lassen Sie sich im Angebot schriftlich bestätigen, welche TI-Komponenten enthalten sind.
Pabau, eine cloudbasierte Praxissoftware, zeigt seine Tarife online und kommt ohne Praxisserver oder TI-Hardware aus.
Medisoftware Preise: Was kostet die Praxissoftware aus Kiel?
Für die Praxissoftware aus Kiel gibt es keinen Listenpreis, denn Medisoftware kalkuliert jedes Angebot nach Praxisgröße, Fachrichtung und gewünschten Modulen. Das Praxisverwaltungssystem (PVS) hat einen regionalen Schwerpunkt in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Welche Systeme ihre Preise offenlegen, zeigt unser Praxissoftware-Vergleich.
Das bedeutet für Sie: Ohne Kontaktaufnahme mit dem Anbieter erhalten Sie keine konkreten Zahlen. Dieses Modell ist im deutschen PVS-Markt weit verbreitet, macht aber den direkten Preisvergleich schwieriger als bei cloudbasierten Lösungen mit veröffentlichten Tarifen.
Lizenzmodelle und Kostenfaktoren im Überblick
Traditionelle PVS-Anbieter arbeiten häufig mit einer Einmallizenz oder einer Kombination aus Kauflizenz und Wartungsvertrag. Daneben bieten viele Anbieter inzwischen Mietmodelle an. Welches Modell Medisoftware anbietet, steht im individuellen Angebot. Die Medisoftware Preise hängen von mehreren Faktoren ab:
- Anzahl der Arbeitsplätze (Clients): Je mehr Behandler und Verwaltungsrechner gleichzeitig arbeiten, desto höher die Lizenzkosten.
- Fachrichtung: Hausarzt-, Facharzt- und Therapeutenpraxen benötigen unterschiedliche Module und Abrechnungslogiken.
- GKV vs. Privatpraxis: Praxen, die überwiegend Kassenpatienten behandeln, benötigen KV-Abrechnung und TI-Anbindung, was die Gesamtkosten erhöht.
- Gewählte Zusatzmodule: ePA, eRezept, Videosprechstunde und Statistik-Tools sind oft kostenpflichtige Erweiterungen.
Da keine offiziellen Medisoftware Preise einsehbar sind, zeigt die folgende Übersicht, welche Kostenarten Sie im Budgetgespräch mit dem Anbieter abfragen sollten.
Wichtig: Die Tabelle zeigt, welche Kostenarten bei einer PVS üblich sind, nicht was Medisoftware konkret berechnet. Fordern Sie immer ein schriftliches Angebot an, bevor Sie budgetieren.
Einmalige Lizenz vs. monatliches Abo
Viele Praxen stehen vor der Frage, ob eine Kauflizenz oder ein Abonnementmodell langfristig günstiger ist. Die Antwort hängt von Ihrer Praxisgröße und Planungshorizont ab.
- Kauflizenz (Einmallizenz): Höhere Anfangsinvestition, aber keine dauerhaften Lizenzgebühren. Updates und neue Versionen kosten meist extra. Für etablierte Praxen mit stabiler IT-Infrastruktur oft wirtschaftlicher über zehn Jahre.
- Miet- oder Abomodell: Niedrigere Einstiegshürde, laufende Monatskosten und in der Regel inklusive Updates. Für Praxisgründungen oder wachsende Praxen mit ungewissem Bedarf flexibler.
Einrichtungs- und Schulungskosten
Neben der eigentlichen Software entstehen bei der Einführung einer neuen PVS wie Medisoftware regelmäßig einmalige Zusatzkosten. Datenmigration von einem Altsystem kostet Zeit und Geld, da Patientenakten, Abrechnungshistorie und Stammdaten übertragen werden müssen. Schulungen für das Praxispersonal sind ebenfalls einzuplanen, besonders wenn Sie erstmals von einer anderen Lösung wechseln.
Praxen, die bereits einen TI-Zugang über einen anderen Anbieter nutzen, sollten prüfen, ob dieser kompatibel bleibt oder ersetzt werden muss. Das beeinflusst die Gesamtrechnung erheblich.
Enthaltene Module und Leistungen
Eine vollständige PVS-Lösung für deutsche Arztpraxen umfasst üblicherweise einen Basiskern und optionale Erweiterungsmodule. Ob und zu welchem Preis diese in Medisoftware Preise eingebettet sind, erfragen Sie beim Anbieter. Typische Bestandteile einer deutschen PVS sind:
- Terminverwaltung und Kalenderansicht
- Patientenakte und Dokumentation (zunehmend als elektronische Patientenakte Software)
- GKV- und KV-Abrechnung (für Kassenpraxen obligatorisch)
- GOÄ-Abrechnung (für Privatpraxen und IGeL-Leistungen)
- Rezeptverwaltung und Überweisungen
Module wie ePA, eRezept, eAU (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) und KIM-Messaging sind oft kostenpflichtige Zusatzoptionen oder werden über Pauschalen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) gefördert.
Telematikinfrastruktur (TI) und Zusatzkosten
Die Telematikinfrastruktur (TI) ist für Praxen, die GKV-Patienten behandeln, gesetzlich vorgeschrieben. Die TI-Anbindung verursacht Kosten, die unabhängig von den eigentlichen Medisoftware Preisen anfallen, aber in die Gesamtrechnung einbezogen werden müssen.
- TI-Zugang: Vertragsärztliche Praxen brauchen einen zugelassenen Zugangspunkt zur TI, laut gematik entweder einen Konnektor vor Ort oder ein TI-Gateway. Beim Konnektor fallen Anschaffung plus Betriebspauschale an, beim TI-Gateway meist laufende Servicegebühren.
- Konnektor-Tausch oder Wechsel: Ältere Konnektoren müssen gegebenenfalls aufgerüstet oder ausgetauscht werden. Alternativ kann die Praxis auf ein TI-Gateway umsteigen.
- KIM-Messaging: Kommunikation im Medizinwesen zwischen Praxen, Krankenhäusern und Kostenträgern, oft als Modul gebucht.
- eRezept und eAU: Zusätzliche Dienste, die über die TI laufen und gesondert abgerechnet oder subventioniert werden können.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) veröffentlicht auf kbv.de Zulassungslisten für Praxissoftware. Prüfen Sie dort, ob Medisoftware für Ihre Fachrichtung und Abrechnungsart zertifiziert ist.
Profi-Tipp
Lassen Sie sich vom Anbieter schriftlich bestätigen, welche TI-Komponenten im Angebot enthalten sind und welche separat beschafft werden müssen. TI-Hardware und Serviceverträge erhöhen die Gesamtkosten oft spürbar, ohne dass das im Softwarepreis sichtbar ist.
Support, Wartung und laufende Kosten
Lokal installierte Lösungen bringen regelmäßige Folgekosten mit sich, die bei cloudbasierten Systemen meist im Abonnement enthalten sind. Ob das auf Ihr Medisoftware-Angebot zutrifft, hängt vom Betriebsmodell ab. Prüfen Sie im Angebot vor allem diese laufenden Kostenpositionen:
Zusammen mit den einmaligen Kosten aus der ersten Tabelle ergeben sich zehn Bausteine, die ein vollständiges Angebot einzeln ausweisen sollte.

Medisoftware Preise im Vergleich mit anderer Praxissoftware
Um Medisoftware Preise einordnen zu können, hilft ein Blick auf die Preisstrukturen anderer etablierter PVS-Lösungen im deutschen Markt. Da die meisten führenden On-Premise-Anbieter ihre Preise nicht öffentlich nennen (Epikur ist eine Ausnahme), vergleicht die Tabelle Betriebsmodell, Zielgruppe und Preistransparenz. Lesen Sie auch unseren detaillierten Artikel zu Medisoftware vs. tomedo im Vergleich für eine ausführlichere Gegenüberstellung.
Auch die beste Arztsoftware 2026 bietet eine umfassende Übersicht, wenn Sie mehrere Systeme nebeneinander bewerten möchten.
Datenschutz und DSGVO-Konformität
Datenschutz ist für deutsche Arztpraxen kein optionaler Aspekt, sondern gesetzliche Pflicht. Patientendaten unterliegen der DSGVO sowie dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dürfen nur auf DSGVO-konformen Systemen gespeichert werden. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat auf bfdi.bund.de Orientierungshilfen für die Verarbeitung von Gesundheitsdaten veröffentlicht.
Klassische On-Premise-Systeme speichern Daten lokal auf Praxisservern. Fragen Sie Medisoftware nach dem Betriebsmodell. Lokale Speicherung bietet Kontrolle über den Speicherort, erfordert aber eigene Backup-Systeme, Zugriffskontrolle und Verschlüsselung.
Cloudbasierte Systeme müssen nachweisen, dass Daten in der EU oder Deutschland gespeichert werden, um DSGVO-konform zu sein. Fragen Sie bei jedem Anbieter nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und dem Serverstandort.
Pabau als Alternative zu Medisoftware
Wer heute eine PVS auswählt, holt meist mehrere Angebote ein und rechnet Lizenz, Hardware und Wartung selbst zusammen. Pabau, die cloudbasierte Praxissoftware für Privatpraxen, ästhetische Kliniken und Wellnesseinrichtungen, zeigt seine Tarife dagegen online. Jedes Abonnement enthält alle Funktionen, sodass kein Modul nachträglich den Preis verändert.
Pabau läuft im Browser, ohne lokale Installation, Praxisserver oder TI-Hardware. Termine, Patientenakte, digitale Formulare und Rechnungen liegen in einem System. Für Praxen, die ausschließlich privat abrechnen und keine KV-Abrechnung benötigen, entfällt damit der gesamte TI-Kostenblock. Den Start begleitet ein strukturiertes Onboarding, das auch die Datenübernahme aus dem Altsystem umfasst.
Weitere Vergleiche zwischen deutschen und internationalen PVS-Lösungen finden Sie in unserer Übersicht zu Alternativen zu medatixx sowie zu Epikur Kosten im Überblick. Wenn Sie ein cloudbasiertes System evaluieren möchten, können Sie eine Demo von Pabau direkt hier buchen.
Praxiskosten planen, ohne auf Angebote zu warten
Pabau zeigt seine Tarife online und enthält in jedem Abonnement alle Funktionen, ohne Praxisserver oder TI-Hardware. Buchen Sie eine Demo und rechnen Sie Ihre Kosten mit uns durch.

Fazit
Wer Medisoftware Preise vergleichen will, kommt um ein schriftliches Angebot nicht herum. Entscheidend ist, dass es Lizenz, Einrichtung, Schulung, TI-Zugang und Wartung einzeln ausweist. Nur dann lässt es sich mit anderen Systemen vergleichen.
Für Kassenpraxen mit KV-Abrechnung und TI-Pflicht kann eine etablierte PVS wie Medisoftware sinnvoll sein, wenn Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre durchrechnen. Wer ausschließlich privat abrechnet, sollte prüfen, ob er für KV- und TI-Funktionen mitbezahlt, die er nicht braucht.
Holen Sie mindestens drei schriftliche Angebote ein und vergleichen Sie die gesamte Laufzeit, nicht nur den Einstiegspreis. Buchen Sie eine Demo, um zu sehen, wie Pabau Ihre Privatpraxis ohne Praxisserver und TI-Hardware organisiert.
Weiterführende Lektüre
Suchen Sie einen direkten Systemvergleich? Medisoftware vs. tomedo im Vergleich analysiert beide Systeme nach Funktionen, Abrechnungsmodell und Zielgruppe.
Welche Praxissoftware passt zu Ihrer Fachrichtung? Praxissoftware im Vergleich zeigt die wichtigsten Systeme für Med Spas, Kliniken und Gesundheitspraxen.
Welche Kosten fallen bei Epikur an? Epikur Kosten im Überblick erklärt Tarife, TI-Gebühren und Alternativen für Psychotherapiepraxen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet Medisoftware pro Monat?
Medisoftware nennt keine öffentlichen Monatspreise. Die Kosten werden individuell kalkuliert und richten sich nach Praxisgröße, Fachrichtung, Anzahl der Arbeitsplätze und gewählten Modulen. Laufend fallen typischerweise ein Wartungs- oder Supportvertrag sowie die Betriebskosten für den TI-Zugang an. Die genauen Beträge nennt nur das Angebot des Anbieters.
Gibt es eine kostenlose Testversion von Medisoftware?
Eine öffentlich zugängliche kostenlose Testversion ist nicht bekannt. Fragen Sie beim Vertrieb nach einer Produktvorstellung.
Welche Alternativen gibt es zu Medisoftware?
Zu den häufig verglichenen Alternativen gehören tomedo (macOS-basiert), CGM Medistar, TurboMed und Epikur (für Arzt- und Psychotherapiepraxen). Für Privatpraxen, ästhetische Kliniken und Wellnesseinrichtungen ist Pabau eine cloudbasierte Alternative mit transparenten Preisen und ohne TI-Hardware-Anforderung.
Unterstützt Medisoftware die Telematikinfrastruktur (TI)?
Laut Anbieterwebsite unterstützt Medisoftware den TI-Zugang inklusive eRezept. Zur ePA-Unterstützung fragen Sie den Anbieter. Ob das System für Ihre Fachrichtung KBV-zertifiziert ist, prüfen Sie direkt bei der KBV unter kbv.de/infothek/ita, da Zertifizierungen fachrichtungsspezifisch vergeben werden.
Ist Medisoftware für Fachärzte geeignet?
Ja, laut Anbieter ist Medisoftware in allen Fachrichtungen einsetzbar. Ob spezifische Facharztmodule für Ihre Disziplin verfügbar sind, klären Sie am besten direkt mit dem Anbieter und über die KBV-Zulassungslisten.



