Die Indamed Preise für MEDICAL OFFICE beginnen bei 59 € netto im Monat für das Paket Light. Professional kostet 109 €, beide Pakete enthalten einen Arbeitsplatz. Enterprise für MVZ und Kliniken gibt es nur auf Anfrage.
Teuer wird MEDICAL OFFICE selten durch das Paket selbst. Die Summe wächst mit jedem Arbeitsplatz, mit Modulen pro Ärztin oder Arzt und mit dem TI-Gateway. Im Rechenbeispiel unten zahlt eine Einzelpraxis 314 € im Monat, eine Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten 644 € netto.
Alle Zahlen stammen aus der Preisliste von Indamed (indamed.de/preise) und wurden im Oktober 2026 geprüft.
Das Wichtigste in Kürze
Indamed veröffentlicht die Preise für MEDICAL OFFICE: Light kostet 59 € und Professional 109 € netto im Monat.
Das Paket Enterprise für MVZ und Kliniken gibt es nur auf Anfrage.
Jedes Paket enthält einen Arbeitsplatz, jeder weitere kostet 20 € im Monat.
Viele Module wie Onlineterminplanung (65 €) oder Videosprechstunde (40 €) werden pro LANR berechnet und wachsen mit jeder Ärztin und jedem Arzt.
Im Rechenbeispiel zahlt eine Einzelpraxis 314 € und eine Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten 644 € netto im Monat.
Indamed Preise der Lizenzpakete: Der Einstieg kostet 59 €
MEDICAL OFFICE wird im monatlichen Abonnement angeboten. Indamed nennt auf seiner Website drei Lizenzpakete. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich Mehrwertsteuer.
In jedem Paket ist ein Arbeitsplatz enthalten. Jede weitere Lizenz kostet 20 € im Monat. Eine Praxis mit Empfang, zwei Sprechzimmern und Labor-PC braucht vier Arbeitsplätze und zahlt dafür 60 € zusätzlich.
Light lohnt sich, solange die Kassenabrechnung unter der Grenze von 250 KV-Fällen bleibt. Wer regelmäßig mehr Kassenpatienten abrechnet, plant von Anfang an mit Professional. Der Paketpreis ist allerdings nur der Anfang der Rechnung.
Zusatzmodule treiben die Monatsrechnung am stärksten nach oben
Viele Module werden pro LANR berechnet, also pro Ärztin oder Arzt mit eigener lebenslanger Arztnummer. Andere laufen pro Gerät, pro Lizenz, pro Standort oder pro Betriebsstätte (BSNR).
Für die Telematikinfrastruktur kommt das TI-Gateway hinzu. Es kostet 120 € im Monat je BSNR und enthält drei Kartenterminal-Anschlüsse. Jede zusätzliche BSNR am selben Gateway kostet 70 €, jedes weitere Kartenterminal 15 €.
Die Rechnung wächst deshalb vor allem mit der Zahl der Ärztinnen und Ärzte. Ein KI-Telefonassistent für drei Ärzte kostet 540 € im Monat. Das ist fast fünfmal so viel wie das Paket Professional.
Rechenbeispiel: So viel zahlen Einzel- und Gemeinschaftspraxis im Monat
Die beiden Beispiele rechnen ausschließlich mit den Listenpreisen von Indamed. Beide Praxen nutzen das Paket Professional und rechnen mit der KV ab.
Die Einzelpraxis hat eine Ärztin, eine BSNR und zwei Arbeitsplätze. Die Gemeinschaftspraxis hat drei Ärzte mit eigener LANR, eine BSNR und sechs Arbeitsplätze. Beide bieten Onlineterminplanung an, die Gemeinschaftspraxis zusätzlich die Videosprechstunde.
In der Gemeinschaftspraxis macht das Lizenzpaket nur rund ein Sechstel der Monatskosten aus. Den größten Block bilden die Module, die pro LANR berechnet werden. Die Grafik zeigt, wie sich die Summe in beiden Praxen zusammensetzt.

In der Einzelpraxis ist dagegen das TI-Gateway mit 120 € der größte Einzelposten. Ob eine Praxis mit drei Ärzten mit Professional auskommt oder Enterprise braucht, klären Sie direkt mit Indamed.
Der Preiskalkulator von Indamed zeigt Ihren Monatspreis in drei Schritten
Zusätzlich zur Preisliste bietet Indamed auf seiner Website einen Preiskalkulator an. Er zeigt die monatlichen Kosten sofort an, sobald Sie Ihre Auswahl getroffen haben.
- Lizenzpaket wählen: Light, Professional oder Enterprise
- Fachrichtung angeben: die Fachrichtung Ihrer Praxis auswählen
- Module hinzufügen: die gewünschten Zusatzmodule ergänzen
Ein Angebot müssen Sie für die Pakete Light und Professional nicht anfordern. Nur für Enterprise nennt Indamed keinen Preis.
Was die Indamed Preise enthalten und was extra kostet
Laut Preisliste unterscheiden sich die Pakete vor allem bei der Abrechnung.
- Light: Privatabrechnung und KV-Abrechnung bis 250 Fälle, ein Arbeitsplatz
- Professional: KV-, Privat- und BG-Abrechnung, ein Arbeitsplatz
- Enterprise: Konditionen für MVZ und Kliniken auf Anfrage
- Separat berechnet: weitere Arbeitsplätze, Zusatzmodule und das TI-Gateway
Kostenfrei ist laut Preisliste nur die MEDICAL OFFICE App. Für die Kassenabrechnung muss eine Praxissoftware außerdem von der KBV zertifiziert sein.
Vor dem Vertrag: Diese Checkliste schützt vor Kostenfallen
Die Preisliste ist öffentlich, trotzdem fällt die erste Rechnung oft höher aus als geplant. Meist fehlen beim Vergleich einzelne Posten. Gehen Sie diese Punkte vor der Unterschrift durch:
- Alle Arbeitsplätze zählen: Auch Empfang und Labor-PC brauchen eine Lizenz für je 20 € im Monat.
- Module hochrechnen: Multiplizieren Sie jedes Modul mit LANR-Bezug mit der Zahl Ihrer Ärztinnen und Ärzte.
- KV-Fallzahl prüfen: Light deckt die KV-Abrechnung nur bis 250 Fälle ab.
- TI-Kosten je Standort einplanen: Jede weitere BSNR am Gateway kostet 70 €, jedes weitere Kartenterminal 15 €.
- Fachrichtung klären: Prüfen Sie, ob Ihre Fachrichtung im gewählten Paket abgerechnet werden kann.
- Datenschutz absichern: Fragen Sie nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag und dem Speicherort der Daten, wie es die DSGVO verlangt.
Mit dieser Liste lässt sich MEDICAL OFFICE auch fair mit anderen Systemen vergleichen.
Praxissoftware im Preisvergleich: MEDICAL OFFICE und drei Alternativen
Unser Überblick zur Praxissoftware zeigt, dass MEDICAL OFFICE nicht die einzige Option für deutsche Praxen ist. Die Tabelle stellt Preismodell und Preistransparenz der wichtigsten Anbieter gegenüber.
Einen detaillierten Vergleich Indamed vs. tomedo finden Sie in unserem separaten Artikel. Er stellt beide Systeme nach Funktionsumfang, Benutzeroberfläche und Gesamtkosten gegenüber.
Lohnt sich MEDICAL OFFICE? Abrechnung und Teamgröße entscheiden
MEDICAL OFFICE passt zu Praxen, die eng in die Kassenabrechnung eingebunden sind. Mit 59 € oder 109 € netto im Monat ist der Einstieg gut planbar, weil jeder Posten in der Preisliste steht.
Wann MEDICAL OFFICE sinnvoll ist:
- Ihre Praxis rechnet überwiegend mit der KV ab und braucht KV-, Privat- und BG-Abrechnung in einem System
- Sie möchten feste Monatskosten, die Sie vorab im Preiskalkulator sehen
- Sie legen Wert auf einen deutschen Anbieter
Wann Sie Alternativen prüfen sollten:
- Ihre Praxis hat viele Ärztinnen und Ärzte und braucht mehrere Module, die pro LANR berechnet werden
- Ihre Praxis arbeitet überwiegend mit Privatpatienten (GOÄ/PKV) oder in ästhetischen Indikationen
- Ihr Schwerpunkt liegt auf Online-Buchung, Marketing und Patientenkommunikation statt auf der Kassenabrechnung
Günstigere Alternativen zu Indamed: Teamgröße und Module entscheiden
Ob eine Alternative günstiger ist, hängt vor allem von der Zahl der Ärztinnen und Ärzte und den benötigten Modulen ab. Für einen umfassenden Überblick über die beste Arztsoftware im Vergleich lohnt sich ein Blick auf unseren Testbericht. Er stellt zehn Lösungen gegenüber.
Typische Alternativen im Überblick:
- tomedo: Mac-native PVS mit modernem Interface, beliebt bei jüngeren Praxisgründern
- Epikur: besonders stark im Bereich Psychotherapie und Privatpraxen. Einen Überblick zu den Epikur Kosten finden Sie in unserem gesonderten Artikel
- Medistar / CGM: etablierter Anbieter für größere Praxen und MVZ
- Pabau: Cloud-Plattform mit internationaler Ausrichtung, besonders geeignet für Privat- und Ästhetikpraxen
Für Praxen, die Alternativen zu anderen PVS-Lösungen suchen, gilt grundsätzlich: Entscheidend ist weniger der Preis allein. Es zählt die Kombination aus Abrechnungsmodell (GKV oder PKV), Funktionsumfang und Teamgröße.
Wie Pabau Privat- und Ästhetikpraxen Buchung, Akte und Abrechnung bündelt
Viele Privat- und Ästhetikpraxen verwalten Termine, Einwilligungen und Rechnungen heute in getrennten Programmen. Pabau, die cloudbasierte Praxisplattform, die wir entwickeln, führt diese Abläufe zusammen. Terminverwaltung, digitale Patientenakten, Online-Terminbuchung, Abrechnung und Marketing-Automatisierung laufen in einem System.
Jeder Pabau-Tarif enthält alle Funktionen. Auf der Pabau-Preisseite steht der Preis für den Plan Solo. Größere Pläne richten sich nach Nutzerzahl und Standort und werden nach einer Demo kalkuliert.
Pabau wird in über 4.000 Praxen eingesetzt und ist auf Capterra mit 4,5 von 5 Sternen bewertet. Da Pabau in der Cloud läuft, braucht Ihre Praxis dafür keinen eigenen Server.
Praxisverwaltung in einer Plattform bündeln
Pabau verbindet Terminverwaltung, digitale Patientenakten, Online-Buchung und Abrechnung in einer Cloud-Plattform. So spart Ihr Team Verwaltungszeit und behält die laufenden Kosten im Blick.

Fazit
Bei MEDICAL OFFICE entscheidet weniger das Lizenzpaket über die Rechnung als die Zahl der LANR und Arbeitsplätze. Für eine kleine Kassenpraxis bleibt der Einstieg gut planbar.
Wächst Ihr Team, wächst die Rechnung mit jedem Modul pro LANR mit. Legen Sie deshalb die Teamgröße der nächsten Jahre zugrunde, bevor Sie Angebote vergleichen. So sehen Sie früh, ob Professional reicht oder Enterprise nötig wird.
Liegt Ihr Schwerpunkt auf Privatpatienten, Online-Buchung und Patientenkommunikation, lohnt sich ein zweiter Blick. Buchen Sie eine Demo und sehen Sie, wie Pabau Terminbuchung, Patientenakte und Abrechnung in einer Plattform zusammenführt.
Weiterführende Lektüre
Welche Praxissoftware passt zu Ihrer Fachrichtung? Indamed vs. tomedo vergleicht beide Systeme nach Funktionsumfang, Benutzeroberfläche und Gesamtkosten.
Welche Software nutzen die meisten deutschen Praxen? Praxissoftware im Vergleich listet die 7 meistgenutzten Lösungen für Med Spas, Kliniken und Arztpraxen auf.
Was kostet Software für Psychotherapeuten? Epikur Kosten 2026 erklärt alle Tarife, Preise und Alternativen für psychotherapeutische Praxen.
Häufig gestellte Fragen zu den Indamed Preisen
Was kostet MEDICAL OFFICE im Monat?
Light kostet 59 €, Professional 109 € netto im Monat, jeweils mit einem Arbeitsplatz. Jeder weitere Arbeitsplatz kostet 20 €. Dazu kommen Module, viele davon pro LANR, und das TI-Gateway ab 120 € im Monat. Enterprise gibt es auf Anfrage.
Was ist der Unterschied zwischen LANR und BSNR?
Die LANR ist die lebenslange Arztnummer, die jede Ärztin und jeder Arzt von der Kassenärztlichen Vereinigung erhält. Die BSNR ist die Betriebsstättennummer der Praxis. Module pro LANR wachsen deshalb mit dem Team, Kosten pro BSNR mit der Zahl der Standorte.
Sind die Indamed Preise netto oder brutto angegeben?
Indamed nennt alle Preise netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Ärztliche Heilbehandlungen sind meist umsatzsteuerfrei, deshalb können viele Praxen die Vorsteuer nicht abziehen. Rechnen Sie dann mit dem Bruttopreis: Light kostet 70,21 €, Professional 129,71 € im Monat.
Wofür braucht eine Praxis die TSE-Schnittstelle?
Die TSE ist eine technische Sicherheitseinrichtung, die Kassenbuchungen manipulationssicher aufzeichnet. Die Kassensicherungsverordnung schreibt sie für elektronische Kassensysteme vor. Relevant ist sie für Praxen, die etwa IGeL-Leistungen bar kassieren. Indamed berechnet die Schnittstelle mit 20 € im Monat pro Standort.
Wie vergleiche ich MEDICAL OFFICE fair mit anderen Anbietern?
Vergleichen Sie nie nur den Paketpreis. Entscheidend sind die Module pro LANR, die Zahl der Arbeitsplätze und die TI-Kosten. Das Gateway kostet 120 € mit drei Kartenterminals, jede weitere BSNR 70 €. Viele Anbieter nennen Preise erst auf Anfrage, deshalb hilft eine eigene Musterrechnung.
Gibt es eine günstigere Alternative zu MEDICAL OFFICE?
Das hängt von Teamgröße und Modulbedarf ab. Für Privat- und Ästhetikpraxen bündelt Pabau Buchung, Patientenakte und Abrechnung in einer Cloud-Plattform. Für Mac-Nutzer ist tomedo eine beliebte Option.



