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Tipps zur Praxisverwaltung

AesthOS vs Patientify: Praxissoftware im Vergleich 2026

Avatar-Foto Maja Popovska
Zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2026
Geprüft von: Avatar-Foto Lucy Galloway

Bei AesthOS vs Patientify entscheidet vor allem der Praxistyp. AesthOS ist die spezialisierte Lösung für ästhetisch-chirurgische Praxen mit IRegG-Meldepflicht und kostet ab 349 € pro Monat plus 2.900 € Setup. Patientify ist die deutlich günstigere Generalistenlösung für Privatärzte und Heilberufe, ab 39 € pro Monat.

Wer meldepflichtige Implantat-Eingriffe durchführt, fährt mit AesthOS besser. Wer nach GOÄ oder GebüH abrechnet und keine OP-Workflows braucht, spart mit Patientify schon im ersten Jahr mehrere tausend Euro.

Dieser Vergleich analysiert Funktionsumfang, Preise, Compliance-Anforderungen und Onboarding beider Plattformen. Wer in keines der beiden Profile passt, findet am Ende einen Abschnitt zu Pabau, der Praxismanagement-Software, die wir für wachsende Ästhetikpraxen und multidisziplinäre Kliniken entwickeln.

Wichtigste Erkenntnisse
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Wichtigste Erkenntnisse

AesthOS ist auf ästhetische Chirurgie spezialisiert, inklusive IRegG-Meldung, GOÄ-Abrechnung und chirurgischer Workflow-Automatisierung.

Patientify deckt als Generalistenlösung Privatärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Psychotherapeuten ab, mit GOÄ- und GebüH-Abrechnung.

AesthOS kostet ab 349 € pro Monat inklusive drei Ärzten plus 2.900 € Setup, Patientify startet bei 39 € pro Monat.

Die IRegG-Meldung ist im Vergleich der beiden Systeme ein exklusives Merkmal von AesthOS.

Pabau ist für ästhetische Praxen mit Wachstums- oder Multi-Standort-Plänen eine Alternative, die Termine, Akten und Abrechnung in einem System bündelt.

AesthOS vs Patientify im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen AesthOS und Patientify zusammen, die Details folgen in den Abschnitten darunter. Einen breiteren Marktüberblick gibt unser Beitrag Praxissoftware im Vergleich.

Kriterium AesthOS Patientify
Zielgruppe Ästhetikchirurgen, kosmetische Kliniken, Medispas Privatärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten
Marktschwerpunkt DACH (Schwerpunkt Deutschland) DACH (Schwerpunkt Deutschland)
IRegG-Meldung Ja (laut Anbieterdokumentation) Nein
Abrechnung GOÄ-Abrechnung mit Split-Tax, Mahnwesen, DATEV-Export, OP-Dokumentation GOÄ, GebüH, Privatpatienten-Abrechnung
Einsatzbereich Hochspezialisiert (Ästhetik/Chirurgie) Breit (Heilberufe allgemein)
Preistransparenz Öffentlich: ab 349 €/Monat (On-Premise) bzw. 499 €/Monat (Cloud), inkl. 3 Ärzte Öffentlich: Starter 39 €/Monat, Pro 79 €/Monat
DSGVO-Konformität Für deutschen Markt ausgelegt Für deutschen Markt ausgelegt

Für wen ist welche Software geeignet?

Für wen ist AesthOS geeignet?

AesthOS ist eine spezialisierte Praxissoftware für ästhetische Medizin, die Ästhetikchirurgen, plastische Chirurgen und kosmetische Kliniken beim chirurgischen Dokumentationsworkflow unterstützt. Das Alleinstellungsmerkmal ist die IRegG-konforme Implantatregistermeldung, die seit dem Implantateregistergesetz (IRegG) für alle Praxen mit chirurgischen Implantat-Eingriffen in Deutschland Pflicht ist. Wer Brustvergrößerungen, Knie- oder Hüftimplantate oder andere meldepflichtige Eingriffe durchführt, muss diese Meldung laut BfArM-Vorgaben korrekt dokumentieren.

AesthOS positioniert sich über konkrete Zeitersparnisse im OP-Ablauf. Das Unternehmen kommuniziert in seinen eigenen Marketingmaterialien eine Einsparung von durchschnittlich 48 Minuten Verwaltungsaufwand pro Eingriff (Anbieterangabe, nicht unabhängig verifiziert). Zur Zielgruppe gehören außerdem Medispas und kosmetische Kliniken, die Vorher-Nachher-Fotodokumentation und strukturierte OP-Checklisten benötigen.

  • Ästhetikchirurgen und plastische Chirurgen mit IRegG-Meldepflicht
  • Kosmetische Kliniken mit strukturierten OP-Workflows und Implantatdokumentation
  • Medispas mit Fokus auf Fotodokumentation und Behandlungsprotokollen
  • Praxen, die messbaren Gewinn bei der chirurgischen Ablaufdokumentation suchen

Für wen ist Patientify geeignet?

Patientify ist laut eigenem Unternehmensauftritt eine Praxissoftware für Privatärzte und Heilberufe („Praxissoftware für Privatärzte & Heilberufe“). Das bestätigen mehrere unabhängige deutsche Fachportale: physiosoftware-vergleich.de, heilpraktiker-software.net und praxissoftware-psychotherapie.com listen Patientify in ihren jeweiligen Kategorien.

Die Breite ist bewusst: Heilpraktiker arbeiten nach dem GebüH-Gebührenverzeichnis des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker, während Privatärzte die GOÄ nach Bundesärztekammer-Standard abrechnen. Patientify versucht, beide Abrechnungsrahmen in einem System zu vereinen.

Für eine vertiefende Einschätzung zu Praxissoftware für Physiotherapie lohnt sich ein separater Vergleich, da Physiotherapeuten oft zwischen Patientify und spezialisierten Therapeuten-Systemen abwägen müssen.

  • Privatärzte mit GOÄ-basierter Abrechnung und privaten Patientenakten
  • Heilpraktiker, die GebüH-konforme Rechnungen erstellen müssen
  • Physiotherapeuten in der Privatpraxis
  • Psychotherapeuten und Therapeuten in Heilberufen

Funktionsvergleich im Detail

Terminverwaltung und Kalender

Terminverwaltung ist in beiden Plattformen vorhanden, jedoch mit unterschiedlichem Schwerpunkt. AesthOS organisiert Termine rund um den chirurgischen Ablauf, also Vorgespräch, OP-Datum, Nachsorgetermine und zugehörige Dokumente werden in einem strukturierten Workflow verknüpft. Das ist für Praxen mit langen Behandlungsverläufen vorteilhaft, weil alle Beteiligten den Status einer Behandlung auf einen Blick sehen.

Patientify bietet eine klassische Kalenderansicht mit Terminplanung, Erinnerungen und Patientennotizen. Das System ist breiter angelegt und passt zu Praxen, deren Tag aus vielen kurzen Terminen unterschiedlicher Art besteht. Das ist in Heilpraktiker- oder Physiotherapiepraxen typisch. Beide bieten Online-Terminbuchung. Bei Patientify ist sie im Pro-Tarif enthalten.

Patientenakten und Dokumentation

Elektronische Patientenakten sind das Herzstück jeder Praxissoftware. Eine umfassende elektronische Patientenakte muss heute weit mehr als nur Kontaktdaten speichern: Befunddokumentation, Behandlungsverläufe, Laborergebnisse und Einwilligungserklärungen gehören zum Standard.

AesthOS legt den Schwerpunkt auf klinische Fotodokumentation und OP-Protokolle. Fotos werden direkt dem jeweiligen Behandlungsfall zugeordnet, was für ästhetische Eingriffe die Nachvollziehbarkeit erhöht und die IRegG-Dokumentation unterstützt. Patientify bietet strukturierte Patientendokumentation für den breiten Heilberufe-Markt, mit Vorlagen für unterschiedliche Fachrichtungen. Für die ästhetische Medizin bietet Patientify laut Anbieterseite eine Vorher-Nachher-Fotodokumentation, allerdings ohne Zuordnung zu OP-Fällen und ohne IRegG-Bezug.

Wer eine breit einsetzbare Patientenverwaltungssoftware sucht, die über die chirurgische Nische hinausgeht, sollte neben diesen beiden Systemen auch Generalistenlösungen in Betracht ziehen.

Abrechnung und Rechnungsstellung

Abrechnung ist der Bereich, in dem die unterschiedliche Spezialisierung am deutlichsten wird. AesthOS bietet laut aesthos.de GOÄ-Abrechnung mit Split-Tax, ein Mahnwesen und einen DATEV-Export. Split-Tax trennt umsatzsteuerfreie medizinische Leistungen von umsatzsteuerpflichtigen ästhetischen Behandlungen auf derselben Rechnung. Hinzu kommen chirurgische Abrechnungspositionen, Honorarvereinbarungen und die IRegG-relevante Dokumentation im Abrechnungsworkflow.

Patientify adressiert zwei eigenständige Abrechnungssysteme: GOÄ für Privatärzte und GebüH für Heilpraktiker. Das ist eine echte Herausforderung, denn die GOÄ der Bundesärztekammer und das GebüH-Verzeichnis des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker folgen unterschiedlichen Logiken. Eine Software, die beide Systeme sauber abbildet, reduziert den Rechnungsstellungsaufwand spürbar. Ob Patientify beide Systeme vollumfänglich abdeckt, sollte vor Vertragsschluss direkt beim Anbieter anhand aktueller Versionsdokumentation geprüft werden.

Funktion AesthOS Patientify
Terminverwaltung ✅ Chirurgischer Workflow ✅ Breite Terminplanung
Elektronische Patientenakte ✅ Schwerpunkt Fotodokumentation ✅ Allgemeine Heilberufe-Dokumentation
GOÄ-Abrechnung ✅ GOÄ-Abrechnung (laut Anbieterangaben) ✅ GOÄ-Abrechnung
GebüH-Abrechnung ❌ Nicht im Kernprofil ✅ Heilpraktiker-Abrechnung
IRegG-Meldung ✅ Laut Anbieterangaben ❌ Nicht vorhanden
Fotodokumentation ✅ Integrierte Fallzuordnung ⚠️ Vorher-Nachher-Fotodokumentation vorhanden, ohne OP-Fallzuordnung/IRegG-Bezug (laut Anbieterseite)
DSGVO-Ausrichtung ✅ Für deutschen Markt ✅ Für deutschen Markt

Preise: Was kosten AesthOS und Patientify?

Beide Anbieter veröffentlichen Preise auf ihrer Website, die Konditionen unterscheiden sich jedoch stark (Stand: Anbieterwebsites). AesthOS verlangt eine Grundgebühr für drei Ärzte plus eine einmalige Setup-Pauschale. Patientify rechnet pro Behandler ab und erhebt keine Einrichtungsgebühr.

AesthOS Kosten

AesthOS bietet laut aesthos.de/preise zwei Hosting-Modelle mit identischem Funktionsumfang an:

  • Cloud (Managed Hosting in Deutschland): 499 € pro Monat inklusive drei Ärzten, jeder weitere Arzt kostet 119 € pro Monat.
  • On-Premise auf eigenem Server: 349 € pro Monat inklusive drei Ärzten, jeder weitere Arzt kostet 99 € pro Monat.
  • Setup: Einmalig 2.900 € für Konfiguration, Datenmigration, Schulung und Begleitung beim Go-live.

Alle Module sind in beiden Modellen enthalten, auch die IRegG-Meldung. Alle Preise verstehen sich netto, und beide Modelle sind monatlich kündbar. Eine Testphase nennt AesthOS nicht. Stattdessen gibt es Demos auf Anfrage und das persönlich begleitete Setup.

Patientify Kosten

Patientify veröffentlicht laut patientify.io/preise drei Tarife:

  • Starter: 39 € pro Monat für 1 Behandler:in, inklusive GOÄ- und GebüH-Rechnungen.
  • Pro: 79 € pro Monat, jeder weitere Behandler kostet 39 € pro Monat.
  • Individuell: Größere Teams erhalten ein Angebot auf Anfrage.

Alle Preise sind netto zuzüglich 19 % USt. Add-ons wie Automatisierungen oder ein SumUp-Terminal kosten ab 5 € pro Monat zusätzlich. Klären Sie vor Vertragsschluss, welche Add-ons Ihre Praxis tatsächlich braucht, denn sie verändern den Monatspreis spürbar.

Zum Vergleich: Bei Pabau richtet sich der Preis nach Standort und Nutzerzahl, Details auf pabau.com. Jeder Tarif enthält den vollen Funktionsumfang ohne Feature-Gating.

Rechenbeispiel: Kosten im ersten Jahr

Für eine Praxis mit drei Behandlern ergibt sich daraus ein klares Bild. AesthOS kostet im ersten Jahr 7.088 € (On-Premise) oder 8.888 € (Cloud), jeweils inklusive Setup. Patientify Pro kommt mit drei Behandlern auf 1.884 € im Jahr. Die Differenz von mindestens 5.200 € lohnt sich nur, wenn Ihre Praxis IRegG-Meldungen und OP-Workflows tatsächlich nutzt.

Balkendiagramm der Kosten im ersten Jahr für eine Praxis mit drei Behandlern, netto: AesthOS Cloud 8.888 € (499 € × 12 plus 2.900 € Setup), AesthOS On-Premise 7.088 € (349 € × 12 plus 2.900 € Setup), Patientify Pro 1.884 € ((79 € + 2 × 39 €) × 12, ohne Setup)
Mit drei Behandlern kostet Patientify Pro im ersten Jahr rund ein Viertel des günstigsten AesthOS-Modells. Berechnet aus den Preisseiten beider Anbieter, Stand Oktober 2026.

Profi-Tipp

Fordern Sie bei AesthOS und Patientify vor Vertragsabschluss immer eine schriftliche Bestätigung der DSGVO-Verarbeitungsverträge (Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO) an. Diese Verpflichtung gilt für jeden Softwareanbieter, der personenbezogene Patientendaten im Auftrag Ihrer Praxis verarbeitet.

DSGVO-Compliance und Datenschutz

Beide Plattformen operieren im deutschen Markt und unterliegen damit den Anforderungen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) ist die zuständige Aufsichtsbehörde auf Bundesebene; daneben agieren die Landesdatenschutzbehörden. Für Praxen bedeutet das konkret: Jede Software, die Patientendaten verarbeitet, muss auf Basis eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) nach Art. 28 DSGVO betrieben werden.

AesthOS und Patientify positionieren sich als für den deutschen Markt geeignete Lösungen. Patientify hostet laut Anbieterseite auf Hetzner-Servern in Deutschland (Falkenstein, Nürnberg). AesthOS bietet wahlweise eine deutsche Cloud oder den Betrieb auf eigenem Server (On-Premise). Ob spezifische Zertifizierungen (ISO 27001, BSI-Grundschutz) vorliegen, lässt sich aus den verfügbaren Recherchequellen nicht bestätigen. Praxen sollten daher folgende Punkte vor Vertragsabschluss schriftlich klären:

  • Wo genau liegen Patientendaten und Backups, und wer hat Zugriff darauf?
  • Liegt ein AVV nach Art. 28 DSGVO vor und kann dieser eingesehen werden?
  • Welche Sicherheitszertifizierungen besitzt der Anbieter?
  • Wie werden Datenpannen (Art. 33 DSGVO) dem Verantwortlichen gemeldet?

Für Praxen mit chirurgischen Implantat-Eingriffen kommt die Meldepflicht nach dem IRegG an das Implantateregister Deutschland hinzu. AesthOS ist hier als einzige der genannten Lösungen explizit aufgestellt.

Integrationen und Systemökosystem

Der Integrationsumfang beider Plattformen ist öffentlich nur teilweise dokumentiert. Prüfen Sie Schnittstellen deshalb vor Vertragsabschluss anhand aktueller Anbieterunterlagen.

AesthOS nennt in allen Modellen einen DATEV-Export, sodass Rechnungsdaten ohne Abtippen in die Buchhaltung gelangen. Weitere Drittanbieter-Integrationen, etwa zu Zahlungsanbietern, sollten Sie direkt beim Anbieter erfragen.

Patientify bietet im Pro-Tarif einen Export in den Google Kalender und als Add-on die Anbindung eines SumUp-Kartenterminals (laut Anbieterseite). Eine vollständige Integrationsliste, etwa zu Abrechnungsdienstleistern, ist öffentlich nicht dokumentiert.

Onboarding, Support und Benutzerfreundlichkeit

AesthOS begleitet die Einführung persönlich. Die Setup-Pauschale von 2.900 € deckt laut Anbieter vier Phasen ab: Bestandsaufnahme, Installation, Datenmigration und Schulung. Teams, die bisher papierbasiert gearbeitet haben, sollten trotzdem eine Lernkurve beim standardisierten OP-Dokumentationsablauf einplanen. Support gibt es per E-Mail und Telefon.

Patientify lässt sich 14 Tage ohne Kreditkarte testen, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Mehrere unabhängige deutsche Fachportale führen Patientify in ihren Vergleichen, was auf eine etablierte Marktpräsenz hindeutet. Für Patientify liegt ein Trustpilot-Profil vor. Auf Capterra und G2 wurden keine Profile gefunden.

Für AesthOS liegen ebenfalls keine verifizierten Bewertungen auf internationalen Plattformen vor. Das ist für einen spezialisierten Nischenanbieter nicht ungewöhnlich, erschwert aber eine unabhängige Einschätzung der Nutzerzufriedenheit.

Erfahrungen: Was sagen Nutzer?

Für AesthOS wurden auf Capterra, G2 und Trustpilot keine Profile gefunden. Für Patientify liegt ein Trustpilot-Profil vor, auf Capterra und G2 wurden keine Profile gefunden. Die folgenden Einschätzungen stützen sich daher vor allem auf deutsche Fachportale und Anbieterpositionierungen.

AesthOS: Stärken und Schwächen laut Marktbild

Was Nutzer schätzen: Die tiefe Spezialisierung auf ästhetische Chirurgie, die IRegG-konforme Implantatdokumentation und der strukturierte OP-Workflow werden als klare Stärken positioniert. Praxen, die tatsächlich meldepflichtige Eingriffe durchführen, haben mit AesthOS einen dedizierten Compliance-Partner.

Wo AesthOS an Grenzen stößt: Praxen, die keine chirurgischen Eingriffe mit Implantatmeldepflicht durchführen, zahlen potenziell für Funktionen, die sie nicht benötigen. Die Lösung ist nicht für die breite Heilberufe-Landschaft ausgelegt.

Patientify: Stärken und Schwächen laut Marktbild

Was Nutzer schätzen: Unabhängige Rezensionsportale heben die Breite der unterstützten Disziplinen und die Ausrichtung auf GOÄ- und GebüH-Abrechnung hervor. Auch die unkomplizierte Einrichtung für Einzelpraxen wird positiv bewertet.

Wo Patientify an Grenzen stößt: IRegG-Meldungen und chirurgische OP-Workflows bietet Patientify nicht. Die Vorher-Nachher-Fotodokumentation ist vorhanden, aber nicht an OP-Fälle gekoppelt. Praxen mit Wachstumsambitionen oder Multi-Standort-Betrieb sollten die Skalierbarkeit der Plattform vorab klären.

Welche Software passt zu Ihrer Praxis?

Die Entscheidung zwischen AesthOS und Patientify folgt einer klaren Logik: Chirurgischer Spezialist oder breiter Heilberufler. Eine Mischstrategie oder der Versuch, das falsche System auf die eigene Praxis anzupassen, kostet mehr Zeit und Geld als ein sorgfältiger Entscheid im Vorfeld.

  • Wählen Sie AesthOS, wenn Ihre Praxis chirurgische Eingriffe mit IRegG-Meldepflicht durchführt, Vorher-Nachher-Fotodokumentation auf Fall-Ebene benötigt und der Verwaltungsaufwand bei OP-Abläufen messbar gesenkt werden soll.
  • Wählen Sie Patientify, wenn Sie als Privatarzt nach GOÄ oder als Heilpraktiker nach GebüH abrechnen. Es passt zu Einzelpraxen und kleinen Teams, die eine leichtgewichtige Lösung ohne chirurgische Workflows suchen.
  • Ziehen Sie Pabau in Betracht, wenn Ihre Praxis ästhetische Behandlungen anbietet und gleichzeitig skalieren, mehrere Standorte verwalten oder tiefere Automatisierungsfunktionen nutzen möchte.

Pabau als Alternative: Wenn beide Systeme nicht passen

Pabau ist eine umfassende Klinikmanagement-Plattform für ästhetische, medizinische und multidisziplinäre Praxen. Wo AesthOS spezialisiert und Patientify breit aufgestellt ist, kombiniert Pabau Tiefe im ästhetischen Bereich mit operativer Skalierbarkeit für wachsende Praxen. Die Software für ästhetische Medizin bietet unter anderem automatisierte Recall-Workflows, digitale Einwilligungsformulare, integrierte Vorher-Nachher-Fotos und Multi-Standort-Management aus einer einzigen Oberfläche.

Pabau unterstützt Praxen in der Ästhetik, Dermatologie, Wellness, funktionellen Medizin und weiteren Disziplinen. Die Plattform ist DSGVO-konform ausgelegt und skaliert von der Einzelpraxis bis zur Klinikgruppe. Der Preis richtet sich nach Standort und Nutzerzahl, Details auf pabau.com. Jede Tarifstufe enthält den vollen Funktionsumfang.

Statt Anamnesebögen auf Papier auszufüllen und einzuscannen, füllen Patienten digitale Formulare und Einwilligungserklärungen vor dem Termin aus. Die Antworten landen direkt in der Patientenakte. Auf Capterra hält Pabau eine Bewertung von 4,7 von 5 Sternen (auf Basis von über 600 verifizierten Bewertungen).

Digitales Anamnese- und Einwilligungsformular in der Pabau Praxissoftware
Digitale Anamnese- und Einwilligungsformulare in Pabau landen direkt in der Patientenakte, sodass Ihr Team Papierablage spart.

Pabau als Alternative kennenlernen

Wenn weder AesthOS noch Patientify zu Ihrer Praxis passt, bündelt Pabau Termine, Patientenakten, Formulare und Abrechnung für ästhetische und multidisziplinäre Praxen. Vereinbaren Sie eine Demo und sehen Sie, wie Pabau Ihren Praxisalltag vereinfacht.

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Fazit

Die Wahl zwischen AesthOS und Patientify fällt leicht, sobald Sie Ihre Eingriffe ehrlich einordnen. Führen Sie meldepflichtige Implantat-Eingriffe durch, rechtfertigt die IRegG-Meldung den Aufpreis von mehreren tausend Euro im ersten Jahr. Ohne diese Pflicht zahlen Sie bei AesthOS für Funktionen, die Ihr Team kaum nutzt.

Rechnen Sie vor der Entscheidung Ihre Behandlerzahl und die benötigten Add-ons gegen die Preisseiten beider Anbieter durch. Passt weder die Nische noch die Generalistenlösung zum geplanten Wachstum, gehört Pabau in die engere Auswahl. Vereinbaren Sie eine Demo, um zu sehen, wie Pabau Termine, Akten und Abrechnung Ihrer Praxis in einem System bündelt.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet AesthOS im Vergleich zu Patientify?

AesthOS kostet 349 € pro Monat (On-Premise) oder 499 € pro Monat (Cloud), jeweils inklusive drei Ärzten, plus einmalig 2.900 € Setup. Patientify startet bei 39 € pro Monat (Starter), der Pro-Tarif kostet 79 € pro Monat plus 39 € je weiterem Behandler. Alle Preise sind netto. Bei Pabau richtet sich der Preis nach Standort und Nutzerzahl, Details auf pabau.com.

Für welche Praxistypen eignet sich AesthOS am besten?

AesthOS eignet sich am besten für ästhetische Chirurgen, plastische Chirurgen und kosmetische Kliniken, die IRegG-konforme Implantatregistermeldungen benötigen und einen strukturierten chirurgischen Dokumentationsworkflow suchen.

Welche Software eignet sich für Heilpraktiker: AesthOS oder Patientify?

Patientify eignet sich für Heilpraktiker klar besser, da die Plattform explizit die GebüH-Abrechnung des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker unterstützt und auf Heilberufe ausgerichtet ist. AesthOS adressiert keine Heilpraktiker-spezifischen Anforderungen.

Ist Patientify DSGVO-konform?

Patientify ist für den deutschen Markt ausgelegt und hostet laut Anbieterseite auf Hetzner-Servern in Deutschland (Falkenstein, Nürnberg). Spezifische Zertifizierungen und den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO sollten Praxen vor Vertragsabschluss schriftlich beim Anbieter anfordern.

Was sagen Nutzer über Patientify in Erfahrungsberichten?

Patientify-Erfahrungsberichte finden sich primär auf deutschen Nischenseiten wie physiosoftware-vergleich.de und heilpraktiker-software.net. Dort werden besonders die Breite der unterstützten Disziplinen und die deutschsprachige Ausrichtung gelobt. Zusätzlich liegt für Patientify ein Trustpilot-Profil vor. Auf Capterra und G2 wurden keine Profile gefunden.

Gibt es eine kostenlose Testversion von AesthOS oder Patientify?

Patientify bietet 14 Tage kostenloses Testen ohne Kreditkarte. AesthOS nennt auf der Preisseite keine Testphase, sondern ein persönlich begleitetes Setup (einmalig 2.900 €) und Demos auf Anfrage.

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