Die richtige Zahnarztsoftware entscheidet in einer US-Praxis, ob Termine, Befunde und Versicherungsanträge glatt laufen oder täglich Nacharbeit erzeugen. Wir haben sieben Systeme für Zahnarztpraxen in den USA verglichen, mit Blick auf CDT-Abrechnung, HIPAA und Bildgebung.
Unser Top-Tipp ist Open Dental. Die Software ist quelloffen, ohne Support kostenlos und läuft auf eigenem Server oder gehostet. Curve Dental passt zu Praxen, die nur im Browser arbeiten wollen. Denticon ist für Gruppen mit mehreren Standorten gebaut.
Darunter folgen Kurzvergleich, Auswahlkriterien, der Weg eines Antrags und alle sieben Systeme im Detail. Transparenzhinweis: Pabau ist die Praxissoftware, die wir selbst entwickeln. Wir führen sie als Option für Praxen auf, die Zahnmedizin mit anderen Fachrichtungen verbinden.
Das Wichtigste in Kürze
1. Open Dental — am besten für kostenbewusste Praxen mit IT-Know-how, die volle Datenhoheit wollen.
2. Curve Dental — am besten für Praxen, die ohne eigenen Server im Browser arbeiten wollen.
3. Dentrix — am besten für etablierte Praxen mit Henry-Schein-Ausstattung und hohem Versicherungsanteil.
4. Denticon — am besten für DSOs und Gruppen mit mehreren Standorten.
5. Eaglesoft — am besten für Praxen, deren Ausstattung von Patterson Dental kommt.
6. Practice-Web — am besten für Einzelpraxen mit schlankem Funktionsbedarf.
7. Pabau — Option für Praxen, die Zahnmedizin neben Ästhetik oder Allgemeinmedizin anbieten.
Zahnarztsoftware im Vergleich auf einen Blick
Die Tabelle zeigt Schwerpunkt, Einstiegspreis und Betriebsmodell der sieben Systeme in der Reihenfolge unseres Rankings.
So finden Sie die passende Zahnarztsoftware
Fünf Fragen grenzen die Auswahl schnell ein. Beantworten Sie sie, bevor Sie Demos vereinbaren.
- Betriebsmodell: Cloud-Systeme wie Curve Dental und Denticon sparen Serverwartung und erlauben Fernzugriff. Serversysteme wie Eaglesoft oder Dentrix klassisch geben mehr direkte Kontrolle, brauchen aber IT-Betreuung. Open Dental und Practice-Web lassen Ihnen die Wahl.
- Versicherungsanteil: Rechnen Sie überwiegend mit Versicherern ab, zählen ausgereifte Clearinghouse-Anbindung und elektronische Zahlungsavise, etwa bei Dentrix oder Eaglesoft. Selbstzahler-Praxen achten stärker auf Patientenkommunikation.
- Praxisgröße: Einzelpraxen brauchen belastbare Terminplanung und Dokumentation. Gruppen mit mehreren Standorten brauchen zentrale Abrechnung und standortübergreifendes Reporting, etwa mit Denticon.
- Fachrichtung: Endodontie, Parodontologie und Kieferorthopädie stellen eigene Anforderungen an die Befunddokumentation. Prüfen Sie in der Demo, ob die Vorlagen zu Ihren Abläufen passen.
- Budget: Lizenzmodelle wie bei Dentrix und Eaglesoft verlangen Kapital vorab. Abos verteilen die Kosten auf die Monate. Open Dental spart Lizenzkosten, verlagert den IT-Aufwand aber in die Praxis.
Wer schnell eine Vorauswahl braucht, startet bei der Ausgangslage, die am besten zur eigenen Praxis passt.

So läuft ein Versicherungsantrag durch die Zahnarztsoftware
Bei der Abrechnung zeigen sich die größten Unterschiede zwischen den Systemen. So bewegt sich ein typischer Antrag in einer US-Praxis:
- Behandlung erfassen: Das Team dokumentiert die Leistung mit dem passenden CDT-Code im Befund.
- Antrag erstellen: Die Software übernimmt Code, Zahn, Fläche und Versicherungsdaten in den Antrag.
- Prüfen und senden: Ein Clearinghouse prüft den Antrag im HIPAA-Format 837D und leitet ihn an den Versicherer weiter.
- Entscheidung empfangen: Der Versicherer zahlt, kürzt oder lehnt ab. Die elektronische Zahlungsavis kommt zurück in die Software.
- Zahlung zuordnen: Das Team gleicht die Zahlung mit dem Patientenkonto ab und stellt den Eigenanteil in Rechnung.
CDT 2026: Das hat sich geändert
Die American Dental Association hat CDT 2026 (Current Dental Terminology) mit Wirkung zum 1. Januar 2026 veröffentlicht. Jede Zahnarztsoftware muss den neuen Codesatz unterstützen, damit Anträge korrekt bleiben.
- 31 neue CDT-Codes für Prophylaxe, Restauration und Diagnostik
- 14 überarbeitete Codes mit geänderten Beschreibungen, die Abrechnung und Antragsprüfung betreffen
- 6 gestrichene Codes, die bei weiterer Verwendung zur automatischen Ablehnung führen
Neu sind unter anderem Codes für laserunterstützte Eingriffe. Dazu kommen erweiterte Dokumentationspflichten bei Sedierung und aktualisierte Vorgaben für implantatgetragene Restaurationen.
Dentrix, Eaglesoft und Open Dental haben Kompatibilitätsupdates veröffentlicht. Curve Dental und Denticon haben die Updates automatisch in der Cloud ausgerollt. Selbst gehostete Open-Dental-Installationen müssen das Update manuell einspielen.
Vor dem Einreichen: Die Checkliste
- Versicherungsschutz und Leistungsumfang des Patienten sind aktuell geprüft
- Ihr Anbieter hat das Update für CDT 2026 eingespielt
- Gestrichene Codes werden bei der Eingabe markiert oder gesperrt
- Überarbeitete Codebeschreibungen erscheinen korrekt auf dem Antragsformular
- Der Transaktionssatz 837D bildet den neuen Codesatz ab
- Röntgenbilder und Befunde hängen an, wo der Versicherer sie verlangt
Häufige Fehler, die Anträge aufhalten
- Gestrichene Codes: Ein Code, der mit CDT 2026 weggefallen ist, führt zur automatischen Ablehnung.
- Veraltete Versicherungsdaten: Ein nicht erfasster Versichererwechsel lässt den Antrag scheitern, obwohl die Behandlung korrekt kodiert ist.
- Fehlende Anlagen: Ohne Röntgenbild oder Befundnotiz fordert der Versicherer Unterlagen nach, und die Zahlung verzögert sich.
- Frequenzgrenzen: Viele Policen begrenzen, wie oft Leistungen wie die Prophylaxe pro Jahr erstattet werden.
Open Dental: Am besten für kostenbewusste Praxen mit IT-Know-how
Open Dental bietet volle Datenhoheit und den Einstieg ohne Lizenzkosten, wenn jemand im Team die Technik betreut.
- Kostenbewusste Einzel- und Gemeinschaftspraxen
- Praxen mit IT-Know-how oder IT-Dienstleister
- Praxen, die eigene Berichte und Schnittstellen bauen
- Quelloffener Code ohne Lizenzgebühren
- Direkter Zugriff auf die MySQL-Datenbank
- Veröffentlichte Supportpreise
- Eigenbetrieb verlangt technisches Können
- Oberfläche weniger ausgefeilt als bei kommerziellen Systemen
Open Dental ist die einzige große Zahnarztsoftware mit frei verfügbarem Quellcode. Dadurch fallen keine dauerhaften Lizenzgebühren an. Technisch versierte Praxen passen die Software selbst an, statt Änderungen beim Anbieter zu beantragen.
Terminplanung, Befunddokumentation, Abrechnung und Reporting laufen auf einer MySQL-Datenbank, die Sie selbst abfragen können. Betrieben wird das System auf eigenem Server oder über einen Hosting-Anbieter. Eine aktive Entwicklergemeinschaft teilt Plug-ins und Integrationsskripte.
Wichtige Funktionen
- Open-Source-Lizenz: Freier Zugriff auf den Quellcode ohne Anbieterbindung; Praxen besitzen ihre Daten und Anpassungen
- MySQL-Datenbank: Eigene Berichte, direkte Datenabfragen und die Anbindung von Werkzeugen Dritter
- Aktive Community: Nutzerforen und Entwicklerdokumentation mit geteilten Anpassungen
- Flexibler Betrieb: Auf dem eigenen Server oder bei einem Hosting-Anbieter Ihrer Wahl
Wo Open Dental überzeugt
- Kostenflexibilität: Im Eigenbetrieb fallen keine Lizenzgebühren an; Praxen zahlen nur für optionalen Support
- Datenhoheit: Die Datenbank gibt vollen Zugriff auf die Praxisdaten, ohne Exporte über den Anbieter
- Freiheit bei Anpassungen: Praxen ändern Funktionen, bauen Schnittstellen oder beauftragen freie Entwickler
Wo Open Dental Schwächen hat
- IT-Abhängigkeit: Serververwaltung, Backups und Fehlersuche liegen ohne Supportvertrag bei der Praxis
- Benutzeroberfläche: Funktional, aber weniger ausgefeilt als bei kommerziellen Plattformen
- Uneinheitlicher Support: Ohne bezahlten Vertrag hilft nur die Community in Foren
Was Nutzer berichten
Nutzer heben die Kombination aus Wirtschaftlichkeit und Funktionstiefe hervor. Technisch versierte Teams schätzen den direkten Datenbankzugriff. Nicht-technisches Personal findet die Oberfläche dagegen manchmal weniger eingängig als Cloud-Alternativen.
Für wen Open Dental am besten geeignet ist
- Kostenbewusste Praxen, die Serverinfrastruktur selbst verwalten können
- Praxen, die eigene Berichte oder Schnittstellen brauchen
- Praxen, denen Datenhoheit wichtiger ist als ein Rundum-Support
Preise
Open Dental veröffentlicht diese Preise selbst. Die Hosting-Kosten kommen je nach gewähltem Anbieter oder eigener Hardware hinzu.
Curve Dental: Am besten für Praxen ohne eigenen Server
Curve Dental läuft komplett im Browser und nimmt Ihnen Serverwartung und manuelle Updates ab.
- Praxen, die vom Server in die Cloud wechseln
- Teams, die zwischen Behandlungszimmern mobil arbeiten
- Kleine bis mittelgroße Praxen
- Kein lokaler Server nötig
- Anbindung an Dexis und Carestream
- Patientenportal mit Self-Service
- Berichte weniger flexibel als bei Dentrix oder Eaglesoft
- Keine veröffentlichten Preise
Curve Dental ist eine cloud-native Alternative zu serverbasierten Plattformen. Das System läuft im Browser und braucht keinen lokalen Server. Behandler öffnen Akten und Terminpläne vom Tablet, Smartphone oder jedem anderen Gerät mit Internetzugang.
Terminplanung, Dokumentation, Behandlungsplanung und Abrechnung laufen über eine Weboberfläche. Curve Dental ist an die großen Bildgebungssysteme angebunden und bietet Erinnerungen und Recall-Kampagnen. Das System richtet sich an Einzelpraxen bis mittelgroße Gemeinschaftspraxen.
Wichtige Funktionen
- Zugriff über den Browser: Keine lokale Installation; Terminpläne und Befunde sind von jedem Gerät erreichbar
- Integrierte Bildgebung: Anbindung an Dexis und Carestream mit Cloud-Speicher für Röntgenbilder und Fotos
- Patientenportal: Patienten buchen Termine, füllen Formulare aus und sehen Behandlungspläne und Kontostände ein
- Automatische Erinnerungen: Terminbestätigungen und Recall-Kampagnen per SMS und E-Mail
Wo Curve Dental überzeugt
- Reine Cloud-Architektur: Keine Serverhardware; Updates werden automatisch ausgerollt
- Mobiler Zugriff: Behandler prüfen Terminpläne und Akten vom Tablet aus, auch zwischen den Behandlungszimmern
- Moderne Oberfläche: Neue Mitarbeitende sind schneller eingearbeitet als bei älteren Plattformen wie Dentrix
Wo Curve Dental Schwächen hat
- Grenzen beim Reporting: Eigene Berichte lassen sich weniger flexibel erstellen als bei Dentrix oder Eaglesoft
- Keine veröffentlichten Preise: Ein Kostenvergleich gelingt erst nach dem Angebot
Was Nutzer berichten
Nutzer loben durchgängig die klare browserbasierte Oberfläche und das einfache Onboarding. Kritik betrifft vor allem die eingeschränkte Anpassbarkeit der Berichte. Manche berichten zudem von Verzögerungen zu Spitzenzeiten.
Für wen Curve Dental am besten geeignet ist
- Praxen, die von serverbasierten Systemen in die Cloud wechseln wollen
- Behandler, die mobil auf Terminpläne und Befunde zugreifen müssen
- Kleine bis mittelgroße Praxen, denen einfache Bedienung wichtiger ist als tiefe Anpassbarkeit
Preise
Curve Dental veröffentlicht keine Preise. Ein Angebot für Ihre Praxis erhalten Sie direkt beim Anbieter.
Dentrix: Am besten für etablierte Praxen mit Henry-Schein-Ausstattung
Dentrix bietet ausgereifte Versicherungsabläufe und tiefe Bildgebungsanbindung, braucht in der klassischen Version aber eigene Server.
- Praxen mit Henry-Schein-Ausstattung
- Praxen mit hohem Versicherungsanteil
- Teams, die einen Anbieter für Software und Hardware wollen
- Ausgereifte Antrags- und Clearinghouse-Abläufe
- Native Schnittstellen zu Dexis, Schick und Carestream
- Große Nutzergemeinschaft mit Schulungsangebot
- Klassische Version braucht lokale Server
- Ältere Oberfläche, längere Einarbeitung
Dentrix stammt von Henry Schein One und hat in den USA eine große installierte Basis. Henry Schein bietet die Software oft zusammen mit Hardware und Servicevereinbarungen an. Praxen mit Bildgebung, Behandlungseinheiten und Verbrauchsmaterial von Henry Schein greifen deshalb häufig zu Dentrix.
Die klassische Version deckt Terminplanung, Dokumentation, Behandlungsplanung, Versicherungsabrechnung und Reporting ab. Weil das System lange am Markt ist, gibt es viele Erweiterungen von Drittanbietern. Dazu zählen etwa Lösungen für kieferorthopädisches Fallmanagement oder oralchirurgische Planung.
Wichtige Funktionen
- Große Nutzergemeinschaft: Umfangreiche Schulungsangebote, Austauschforen und Beratung von Dritten
- Tiefe Bildgebungsanbindung: Native Schnittstellen zu Dexis, Schick und Carestream mit DICOM-Unterstützung
- Ausgereifte Abrechnung: Antragsverwaltung mit Clearinghouse-Anbindung und elektronischen Zahlungsavisen
- Umfangreiches Reporting: Vorgefertigte Berichte zu Umsatz, Zahlungseingängen und Produktivität
Wo Dentrix überzeugt
- Verbreitung: Die große Nutzerbasis bringt reichlich Schulungsmaterial und verfügbare Beratung
- Funktionstiefe: Jahrzehnte der Entwicklung decken die zentralen zahnärztlichen Abläufe ohne viele Fremdanbindungen ab
- Hardware-Ökosystem: Die Verzahnung mit Henry-Schein-Ausstattung vereinfacht Beschaffung und Support
Wo Dentrix Schwächen hat
- Serverabhängigkeit: Dentrix läuft klassisch auf lokalen Servern; mit Dentrix Ascend bietet Henry Schein One daneben ein separates Cloud-Produkt.
- Alter der Oberfläche: Die Einarbeitung dauert länger als bei modernen Cloud-Lösungen
- Eingeschränkter Fernzugriff: Die klassische Version braucht für Zugriff von außen VPN oder Remote-Desktop-Dienste
Was Nutzer berichten
Langjährige Nutzer schätzen die umfassenden Versicherungsabläufe und die tiefe Bildgebungsanbindung. Negative Bewertungen nennen häufig die veraltete Oberfläche, hohe Kosten und lange Reaktionszeiten des Supports.
Für wen Dentrix am besten geeignet ist
- Etablierte Praxen mit bestehenden Ausstattungsverträgen bei Henry Schein
- Praxen, denen Tiefe in der Versicherungsabrechnung wichtiger ist als eine moderne Oberfläche
- Praxen, die einen eigenen Server betreiben oder auf Dentrix Ascend wechseln wollen
Preise
Henry Schein One veröffentlicht keine Preise für Dentrix. Zur Lizenz kommen Supportgebühren, Schulungen und optionale Module, das Angebot erhalten Sie direkt beim Anbieter.
Denticon: Am besten für DSOs und Gruppen mit mehreren Standorten
Denticon bündelt Akten, Abrechnung und Reporting aller Standorte in einer Cloud-Plattform.
- Dental Service Organisations (DSOs)
- Zahnärztliche Gruppen mit mehreren Standorten
- Kleinere Praxen, die wachsen wollen
- Gemeinsame Patientenakten über alle Standorte
- Konsolidierte Abrechnung und Reporting
- Feingranulare Zugriffsrechte
- Viele Funktionen zielen auf Gruppensteuerung
- Rollout über mehrere Standorte braucht Zeit
Denticon von Planet DDS ist eine Cloud-Plattform, die für Dental Service Organisations (DSOs) und mehrstandortige Gruppen gebaut ist. Planet DDS bietet sie aber auch kleineren Praxen an. Zentrale Akten, einheitliche Abrechnung und konsolidiertes Reporting stehen neben standortspezifischen Terminplänen.
Für Gruppen ersetzt Denticon einen eigenen Server an jedem Standort. Die IT wird zentral verwaltet, klinische Standards bleiben einheitlich, und Auswertungen laufen standortübergreifend.
Wichtige Funktionen
- Zentrale Patientenakten: Eine Datenbank für alle Standorte, inklusive Patientenübergaben und gemeinsamer Historie
- Abrechnung auf Gruppenebene: Konsolidierte Versicherungsabrechnung mit Auswertung je Standort
- Rollenbasierte Zugriffsrechte: Berechtigungen für Zentrale, Regionalleitung und Team vor Ort
- Standortübergreifendes Reporting: Kennzahlen zu Umsatz, Zahlungseingängen und Behandlungen für die ganze Gruppe
Wo Denticon überzeugt
- Abläufe für Gruppen: Patientenübergaben und standortübergreifende Überweisungen ohne doppelte Datenerfassung
- Skalierbarkeit: Neue Standorte kommen ohne zusätzliche Serverhardware hinzu
- Überblick für die Leitung: Dashboards zeigen Umsatz, Zahlungseingänge und Behandlungskennzahlen der ganzen Gruppe
Wo Denticon Schwächen hat
- Fokus auf Gruppen: Viele Funktionen dienen der Steuerung mehrerer Standorte, die eine Einzelpraxis kaum nutzt
- Einführungsdauer: Der Rollout über mehrere Standorte erfordert längere Phasen für Migration und Schulung
Was Nutzer berichten
DSO-Verantwortliche heben die zentralen Patientenakten und das standortübergreifende Reporting hervor. Rezensenten aus kleineren Praxen finden die Plattform gelegentlich überdimensioniert.
Für wen Denticon am besten geeignet ist
- DSOs und Gruppen, die einheitliche Akten und Abrechnung brauchen
- Gruppen, die zentrale IT einem Server je Standort vorziehen
- Kleinere Praxen, die weitere Standorte planen
Preise
Planet DDS veröffentlicht keine Preise für Denticon und erstellt Angebote individuell.
Eaglesoft: Am besten für Praxen mit Patterson-Ausstattung
Eaglesoft punktet mit strukturierter klinischer Dokumentation und passt am besten, wenn die Ausstattung von Patterson kommt.
- Praxen mit Patterson-Ausstattung
- Allgemein- und Fachzahnarztpraxen
- Praxen mit Fokus auf Befunddokumentation
- Fachspezifische Befundvorlagen
- Visuelle Werkzeuge zur Behandlungsaufklärung
- Anbindung an Patterson-Bildgebung
- Lokaler Server mit IT-Wartung nötig
- Wenig eingebaute Marketingautomatisierung
Eaglesoft ist ein etabliertes System von Patterson Dental für allgemein- und fachzahnärztliche Praxen. Neben den Standardabläufen bietet es Vorlagen für Endodontie, Parodontologie, Kieferorthopädie und Oralchirurgie.
Das serverbasierte System hängt am Vertriebsnetz von Patterson, ähnlich wie Dentrix an Henry Schein. Praxen mit Behandlungseinheiten, Bildgebung und Verbrauchsmaterial von Patterson wählen Eaglesoft häufig im Paket. Die Stärke liegt in der klinischen Dokumentation, weniger in automatisierter Patientenbindung.
Wichtige Funktionen
- Fachspezifische Befundvorlagen: Strukturierte Dokumentation für Endodontie, Parodontalstatus, Kieferorthopädie und Oralchirurgie
- Darstellung des Behandlungsplans: Animationen der Eingriffe und Kostenaufstellungen für das Patientengespräch
- Anbindung der Bildgebung: Direkte Verbindung zur Bildgebungshardware von Patterson mit DICOM-Unterstützung
- Versicherungsverwaltung: Antragsbearbeitung mit Nachverfolgung von Vorabgenehmigungen und Abgleich der Zahlungsavise
Wo Eaglesoft überzeugt
- Klinische Dokumentation: Strukturierte Vorlagen ersparen Behelfslösungen über freie Notizen
- Behandlungsaufklärung: Visuelle Funktionen erklären komplexe Eingriffe für Patienten und zuweisende Kollegen
Wo Eaglesoft Schwächen hat
- Serverinfrastruktur: Erfordert lokale Serverhardware mit regelmäßigen Backups und IT-Wartung
- Patientenbindung: Wenig eingebaute Marketingautomatisierung; Praxen ergänzen oft Werkzeuge für Recall-Kampagnen
Was Nutzer berichten
Fachzahnärzte loben die detaillierte klinische Dokumentation für Endodontie, Parodontologie und Kieferorthopädie. Häufige Kritikpunkte betreffen die serverbasierte Architektur und seltene Updates.
Für wen Eaglesoft am besten geeignet ist
- Allgemein- und Fachzahnarztpraxen, die strukturierte Befunddokumentation brauchen
- Praxen, die Software und Ausstattung von Patterson im Paket beziehen
Preise
Patterson Dental veröffentlicht keine Preise für Eaglesoft. Angebote erhalten Sie direkt beim Anbieter.
Practice-Web: Am besten für Einzelpraxen mit schlankem Bedarf
Practice-Web deckt die Grundlagen ab und passt zu Praxen, die mit einem schlanken System starten wollen.
- Praxisgründungen
- Einzelbehandler
- Kleine Gemeinschaftspraxen
- Schnelle Einrichtung
- Klare Oberfläche
- Server oder gehostete Cloud
- Wenig fachzahnärztliche Funktionen
- Wenige Schnittstellen zu Drittanbietern
Practice-Web richtet sich an Einzelpraxen und kleine Gemeinschaftspraxen. Die Software liefert die Kernfunktionen: Terminplanung, Patientenakten und einfache Abrechnung. Damit kommt sie für Praxisgründungen infrage, denen ein schlanker Funktionsumfang reicht.
Practice-Web lässt sich lokal oder als gehostete Cloud-Variante betreiben. Die Einfachheit bedeutet schnellere Einarbeitung, aber weniger Anpassungsmöglichkeiten. Einzelbehandler mit wenig komplexer Versicherungsabrechnung kommen damit gut zurecht.
Wichtige Funktionen
- Flexibler Betrieb: Lokal auf dem Praxisserver oder als gehostete Cloud-Variante
- Einfache Terminplanung: Farbcodierter Kalender mit automatischen E-Mail-Erinnerungen
- Einfache Befunddokumentation: Zahnärztliche Notizen und Behandlungsplanung ohne fachspezifische Vorlagen
- Patientenportal: Terminbuchung und Formulare im Self-Service
Wo Practice-Web überzeugt
- Einfachheit: Der schlanke Funktionsumfang verkürzt die Einarbeitung für Einzelbehandler
- Wahl beim Betrieb: Praxen entscheiden, ob sie einen eigenen Server nutzen oder hosten lassen
Wo Practice-Web Schwächen hat
- Wenige Spezialfunktionen: Es fehlen fachzahnärztliche Dokumentation, komplexe Versicherungsabläufe und Reporting für Gruppen
- Grenzen beim Wachstum: Mit zusätzlichen Behandlern oder Standorten stößt das System an Grenzen
- Wenige Schnittstellen: Deutlich weniger Anbindungen an Drittanbieter als bei Dentrix oder Eaglesoft
Was Nutzer berichten
Einzelbehandler nennen durchgängig die schnelle Einrichtung und die klare Oberfläche. Grenzen zeigen sich, sobald eine Praxis über zwei bis drei Behandler hinauswächst.
Für wen Practice-Web am besten geeignet ist
- Einzelbehandler, die eine neue Praxis eröffnen
- Kleine Gemeinschaftspraxen mit einfachen Abläufen
- Praxen, denen Einfachheit wichtiger ist als weitreichende Anpassbarkeit
Preise
Practice-Web veröffentlicht keine Preise. Aktuelle Tarife erfragen Sie direkt beim Anbieter.
Pabau: Option für Praxen, die Zahnmedizin mit anderen Fachrichtungen verbinden
Pabau bündelt Termine, Dokumentation, Kommunikation und Zahlungen, ersetzt aber keine spezialisierte Zahnarztsoftware.
- Praxen mit Ästhetik oder Allgemeinmedizin plus Zahnmedizin
- Praxen mit Fokus auf Patienten-Self-Service
- Teams, die ohne eigenen Server arbeiten wollen
- Online-Buchung und automatisierte Recalls
- Anpassbare Formulare und Dokumentation
- Jedes Abonnement mit vollem Funktionsumfang
- Keine native Anbindung an Dexis, Schick oder Carestream
- Keine eingebaute Clearinghouse-Anbindung
Pabau ist eine Praxisplattform für Ästhetik, Privatpraxen und Wellness, keine reine Zahnarztsoftware. Sie passt zu Praxen mit Behandlungsangeboten neben der Ästhetik oder Allgemeinmedizin, die auch zahnärztliche Leistungen anbieten. Zahnärztliche Befunde erfassen sie über anpassbare Vorlagen der klinischen Dokumentation.

Heute laufen in solchen Praxen oft Termine im einen System, Ästhetik-Akten im zweiten und Zahlungen am separaten Terminal. Pabau führt Terminplanung, Anamnesebögen, Recall-Kampagnen und Zahlungen in einer Cloud-Plattform zusammen. So pflegt das Team jeden Patienten nur einmal, auch über mehrere Leistungsbereiche hinweg.

Über die Online-Terminbuchung buchen Patienten alle Leistungen selbst, auch zahnärztliche. Das System setzt Pufferzeiten zwischen Behandlungen und verwaltet Buchungen an mehreren Standorten.

Wichtige Funktionen
- Cloud-Architektur: Keine lokalen Server; Zugriff von jedem Gerät mit rollenbasierten Berechtigungen und Prüfprotokollen
- Anpassbare Formulare: Anamnesebögen, Einwilligungen und Behandlungspläne ohne Programmieren mit dem Baukasten für digitale Formulare
- Automatisierte Patientenkommunikation: Recall-Sequenzen, Nachkontrollen und Bewertungsanfragen per SMS und E-Mail
- Mehrere Standorte: Zentrales Reporting und Bestandsverwaltung mit standortspezifischer Terminplanung
- Integrierte Zahlungen: Stripe-Anbindung für Kartenzahlungen, Anzahlungen und Abos
- KI-gestützte Notizen: Pabau Scribe, unser KI-Scribe, wandelt Sprachaufnahmen in strukturierte SOAP-Notizen um
- Warteliste im Kalender: Findet passende Patienten, wenn Termine frei werden; das Team benachrichtigt sie mit einem Klick
Wo Pabau überzeugt
- Ein System für mehrere Fachrichtungen: Praxen mit Zahnmedizin neben Ästhetik oder Allgemeinmedizin pflegen keine getrennten Systeme
- Automatisierte Kommunikation: Eingebaute Recalls und Bewertungsanfragen senken den manuellen Aufwand
- Cloud-Zugriff: Terminpläne, Akten und Berichte sind ohne VPN und ohne lokalen Server erreichbar
- Einheitliche Zahlungen: Anzahlungen, Abos, Pakete und Kassenvorgänge laufen über einen Zahlungsdienstleister
Wo Pabau Schwächen hat
- Zahnmedizinische Bildgebung: Keine nativen Schnittstellen zu Dexis, Schick oder Carestream; Praxen brauchen Bridges von Drittanbietern
- Versicherungsabrechnung: Keine eingebaute Clearinghouse-Anbindung für zahnärztliche Anträge; nötig sind externe Dienste oder manuelle Einreichung
- Fachzahnärztliche Befunde: Vorlagen müssen angepasst werden, um Parodontalstatus oder kieferorthopädische Planung abzubilden
Was Nutzer berichten
Pabau wird über Arbeitsabläufe mehrerer Fachrichtungen hinweg bewertet, nicht ausschließlich zahnmedizinisch.
Für wen Pabau am besten geeignet ist
- Praxen mit Ästhetik oder Allgemeinmedizin, die auch zahnärztliche Leistungen anbieten
- Praxen, denen Patienten-Self-Service wichtiger ist als tiefe Versicherungsabrechnung
- Teams, die ohne eigene Serverinfrastruktur arbeiten wollen
Preise
Die Kosten richten sich nach Anzahl der Standorte und Nutzer; jedes Abonnement enthält den vollen Funktionsumfang. Die Einführung erfolgt mit strukturiertem Onboarding und Datenmigration. Ein Angebot für Ihre Praxis erhalten Sie vom Vertriebsteam von Pabau.
Zahnmedizin und Ästhetik in einer Plattform planen
Pabau bündelt Terminplanung, Dokumentation, Patientenkommunikation und Zahlungen für Praxen, die zahnärztliche Leistungen neben anderen Fachrichtungen anbieten.

Fazit
Die beste Zahnarztsoftware ist die, deren Betriebsmodell zu Ihrem Praxisalltag passt. Betreut jemand im Team die Technik, ist Open Dental der Einstieg mit den niedrigsten Lizenzkosten. Fehlt diese Kapazität, nimmt Ihnen eine Cloud-Plattform wie Curve Dental die Serverpflege ab.
Gruppen mit mehreren Standorten fahren mit Denticon besser. Hängt Ihre Ausstattung an Henry Schein oder Patterson, sprechen Paketverträge für Dentrix oder Eaglesoft.
Klären Sie vor dem Vertrag zwei Punkte: die Kompatibilität mit CDT 2026 und eine Demo mit Ihren eigenen Abläufen. Beides erspart spätere Ablehnungen und eine teure Umstellung.
Bieten Sie Zahnmedizin neben Ästhetik oder Allgemeinmedizin an, buchen Sie eine Demo. Dann sehen Sie, wie Pabau Termine, Dokumentation und Zahlungen beider Bereiche zusammenführt.
Weiterführende Lektüre
Wollen Sie Ihre Praxis auch unterwegs steuern? Praxisverwaltungs-App stellt die mobile App für Termine und Praxisabläufe vor.
Sie bauen Abläufe für die Patientenbindung auf? Patientenbindung behandelt automatisierte Recall-Kampagnen, Bewertungsanfragen und Kommunikation über mehrere Kanäle.
Häufig gestellte Fragen
Welche Zahnarztsoftware ist die beste für US-Praxen?
Für die meisten US-Zahnarztpraxen ist Open Dental der beste Start, weil Software und Datenbank offen sind. Curve Dental passt zu Praxen, die nur im Browser arbeiten wollen. Denticon ist für Gruppen mit mehreren Standorten gebaut. Pabau eignet sich, wenn Zahnmedizin neben Ästhetik oder Allgemeinmedizin läuft.
Was kostet Zahnarztsoftware?
Unter den zahnmedizinischen Systemen hier veröffentlicht nur Open Dental Preise. Die Software ist ohne Support und Updates kostenlos. Der Supportvertrag kostet 199 $ pro Monat und Standort für bis zu drei Behandler, nach zwölf Monaten 137 $. Curve Dental, Denticon, Dentrix, Eaglesoft und Practice-Web nennen Preise auf Anfrage.
Was macht ein Clearinghouse bei der Zahnarztabrechnung?
Ein Clearinghouse vermittelt zwischen Praxis und Versicherer. Es prüft elektronische Anträge im Format 837D auf Formfehler und leitet sie an den richtigen Kostenträger weiter. Fehlerhafte Anträge kommen so zurück, bevor der Versicherer sie ablehnt.
Muss Zahnarztsoftware HIPAA-konform sein?
Ja. Praxen, die Anträge elektronisch einreichen, unterliegen HIPAA, und die Software speichert geschützte Gesundheitsdaten. Lassen Sie sich vom Anbieter ein Business Associate Agreement (BAA) unterschreiben. Prüfen Sie außerdem Zugriffsrechte, Protokolle und Backups vor der Datenmigration.
Ist Cloud-Software oder ein lokaler Server besser?
Cloud-Systeme sparen Serverwartung und erlauben Zugriff von überall, brauchen aber eine stabile Internetverbindung. Lokale Server geben mehr direkte Kontrolle, verlangen aber Backups und IT-Betreuung. Dentrix gibt es klassisch als Serverversion und als Dentrix Ascend in der Cloud.



