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Tipps zur Praxisverwaltung

Treatwell vs Doctolib: Der direkte Vergleich 2026

Avatar-Foto Maja Popovska
Zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2026
Geprüft von: Avatar-Foto Lucy Galloway

Im Vergleich Treatwell vs Doctolib gewinnt die Plattform, die zu Ihrem Betrieb passt, denn beide bedienen völlig verschiedene Branchen. Treatwell ist ein Marktplatz für Beauty- und Wellnessstudios, Doctolib richtet sich ausschließlich an Arztpraxen und medizinische Fachleute.

Wählen Sie Treatwell, wenn Sie als Salon über den Marktplatz Neukunden gewinnen wollen. Treatwell berechnet dafür 35 % Provision auf die erste Buchung. Wählen Sie Doctolib, wenn Sie eine Arztpraxis führen und vor allem Telefonaufwand und Terminausfälle senken möchten. Ästhetische Kliniken und Medspas fahren mit Pabau besser, der Praxisplattform, die wir für Buchung, Dokumentation und Abrechnung entwickeln.

Das Wichtigste in Kürze
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Das Wichtigste in Kürze

Treatwell richtet sich an Beauty- und Wellnessstudios, Doctolib an Arztpraxen und medizinische Fachleute.

Treatwell berechnet 35 % Provision auf die erste Marktplatzbuchung eines Neukunden, Folgebuchungen sind provisionsfrei.

Treatwell Connect kostet 39 € (Starter) oder 49 € zzgl. 7,50 € TSE-Gebühr (Advanced) pro Monat.

Doctolib arbeitet mit einem monatlichen Abonnement pro Behandler und veröffentlicht keine Preise.

Beide Plattformen bieten keine vollständige Praxisverwaltung für ästhetische Kliniken oder Medspas.

Treatwell vs Doctolib auf einen Blick

Beide Plattformen dominieren in Europa, aber in völlig unterschiedlichen Segmenten. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.

Kriterium Treatwell Doctolib
Primäre Zielgruppe Friseursalons, Beauty- und Wellnessstudios Ärzte, Fachärzte, medizinische Kliniken
Buchungsmodell Verbraucher-Marktplatz + Business-Software Direkte Patientenvereinbarung
Preismodell 35 % Provision auf die erste Marktplatzbuchung eines Neukunden + Starter 39 €/Monat, Advanced 49 €/Monat (zzgl. 7,50 € TSE-Gebühr), laut treatwell.de Monatliches Abonnement pro Behandler
Klinische Dokumentation ❌ Nicht verfügbar ⚠️ Einfache Patientenakte (medizinisch)
Marktplatz-Sichtbarkeit ✅ Großer Verbraucher-Marktplatz ✅ Patienten-Buchungsplattform
Verfügbare Märkte UK, Deutschland, Niederlande, Belgien u.a. Frankreich, Deutschland, Italien
Ideal für Unabhängige Beauty-Profis, die Neukunden gewinnen wollen Niedergelassene Ärzte und Facharztpraxen

Was ist Treatwell?

Treatwell ist ein zweigliedriges Produkt: Ein öffentlich zugänglicher Buchungsmarktplatz für Endverbraucher und eine Verwaltungssoftware namens Treatwell Connect für Salons und Studios. Verbraucher buchen Friseur-, Nagel-, Massage- und Wellnessleistungen direkt über treatwell.de oder die Treatwell-App, ähnlich wie bei einem Online-Reisebüro. Der Salon erscheint in den Suchergebnissen des Marktplatzes und erhält so potenzielle Neukunden.

Das Geschäftsmodell ist provisionsbasiert. Laut der eigenen Preisseite von Treatwell fallen 35 % Provision auf die erste Buchung an, die ein neuer Kunde über den Marktplatz tätigt. Bucht derselbe Kunde erneut über den Marktplatz, berechnet Treatwell 0 %.

Buchungen über den eigenen Link oder die Website des Studios sind ebenfalls provisionsfrei. Eine Zahlungsgebühr von 2 % fällt nur bei Online-Vorauszahlung an. Hinzu kommt die Softwaregebühr für Treatwell Connect: Starter kostet 39 € im Monat, Advanced 49 € zzgl. 7,50 € TSE-Gebühr.

  • Marktplatz-Sichtbarkeit: Neue Salons erscheinen automatisch in der Treatwell-Suche in der jeweiligen Stadt oder Region.
  • Treatwell Connect: Die Business-Software umfasst Kalender, Kassenfunktion, Kundenverwaltung und automatische Erinnerungen.
  • Kernbranchen: Friseure, Kosmetik, Nagelstudio, Massage, Spa und allgemeines Wellness.
  • Geografischer Fokus: Stärkste Marktpräsenz im Vereinigten Königreich, in Deutschland und den Benelux-Ländern.

Was Treatwell nicht bietet: Klinische Patientenakten, medizinische Einwilligungsformulare, Behandlungsprotokolle oder Abrechnungsfunktionen für Kassenleistungen. Es ist eine Plattform für die Beauty-Branche, keine Praxissoftware.

Was ist Doctolib?

Doctolib ist eine Patiententerminbuchungs- und Praxisverwaltungsplattform für das medizinische Fachpersonal. Sie wurde 2013 in Frankreich gegründet und hat sich seitdem zur führenden Buchungsplattform für Ärzte in Frankreich, Deutschland und Italien entwickelt. Patienten suchen auf doctolib.de oder doctolib.fr nach einem Arzt oder Spezialisten, sehen verfügbare Termine und buchen direkt online.

Für Praxen reduziert das den Telefonaufwand erheblich und senkt die Zahl der Nichterscheiner durch automatische Erinnerungen.

Doctolib richtet sich klar an regulierte Gesundheitsberufe. Für den deutschen Markt gibt es zudem einen separaten Vergleich auf Pabau: Jameda vs Doctolib beleuchtet, wie Doctolib gegen die einheimische Konkurrenz abschneidet.

  • Patientenakte: Doctolib ermöglicht Ärzten die digitale Verwaltung von Patienteninformationen und Terminhistorien.
  • Telemedizin: Videosprechstunden sind in die Plattform integriert, besonders relevant seit der Pandemie.
  • Systemanbindungen: In Frankreich ist Doctolib mit der Carte Vitale (SESAM-Vitale) verknüpft. In Deutschland bestehen Anbindungen an ausgewählte Praxisverwaltungssysteme.
  • DSGVO und Datenschutz: Doctolib ist als Hébergeur de Données de Santé (HDS) zertifiziert, einem französischen Standard für die sichere Speicherung medizinischer Daten. Patientendaten verarbeitet Doctolib DSGVO-konform.

Doctolib ist kein vollwertiges Praxisverwaltungssystem. Es deckt Terminbuchung und einfache Patientenkommunikation ab, ersetzt aber kein spezialisiertes EMR für Abrechnungsworkflows, klinische Notizen oder komplexe Behandlungsdokumentation in der ästhetischen Medizin.

Preismodelle: Provision gegen Abonnement

Das Preismodell ist der größte praktische Unterschied zwischen beiden Plattformen. Er bestimmt, wie viel von jedem Umsatz-Euro in der eigenen Kasse bleibt.

Treatwell Kosten erklärt

Treatwell kombiniert zwei Kostenkomponenten. Für die erste Buchung eines Neukunden über den Marktplatz berechnet Treatwell laut eigener Preisseite 35 % Provision. Hinzu kommt die monatliche Gebühr für Treatwell Connect. Eine detaillierte Aufschlüsselung der aktuellen Tarife bietet der Artikel Treatwell Kosten und Provision auf dem Pabau-Blog.

Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht die Kostenstruktur: Ein Studio mit 20 Neukunden pro Monat, die je 80 Euro ausgeben, generiert 1.600 Euro Neukundenumsatz. Bei 35 % Provision verbleiben dem Studio nur 1.040 Euro. Die Differenz von 560 Euro pro Monat entspricht rund einem Viertel einer Vollzeitstelle auf Mindestlohnbasis.

Entscheidend ist, wie oft diese Kunden wiederkommen. Die Provision von 28 Euro fällt nur einmal an, Folgebuchungen über den Marktplatz kosten 0 %. Auf zwei Besuche gerechnet sinkt die effektive Provision so auf 17,5 %, bei drei Besuchen auf 11,7 % und bei vier auf 8,75 %. Wie stark der Effekt ist, zeigt die Grafik.

Balkendiagramm zur effektiven Treatwell-Provision pro Neukunde bei 80 Euro pro Besuch: 1 Besuch 35 %, 2 Besuche 17,5 %, 3 Besuche 11,7 %, 4 Besuche 8,75 %
Für Studios mit vielen Stammkunden ist Treatwell günstiger, als die 35 % vermuten lassen. Berechnet nach der Preisseite von Treatwell, ohne Monatsgebühr.

Doctolib Preise erklärt

Doctolib arbeitet mit einem Abonnementmodell. Die genauen Kosten variieren je nach Land, Praxisgröße und Leistungsumfang. Für Gemeinschaftspraxen oder Kliniken mit mehreren Behandlern wird der Preis in der Regel pro Nutzer berechnet. Konkrete Zahlen für den deutschen Markt veröffentlicht Doctolib nicht transparent auf seiner Website. Eine Anfrage beim Vertrieb ist erforderlich.

Kostenart Treatwell Doctolib
Grundgebühr Starter 39 €/Monat, Advanced 49 €/Monat (zzgl. 7,50 € TSE-Gebühr), laut treatwell.de Monatliches Abonnement pro Behandler
Provisionen 35 % auf die erste Marktplatzbuchung eines Neukunden, 0 % auf Folgebuchungen und eigene Buchungslinks Keine Provision
Transparenz ✅ Tarife öffentlich: Starter 39 €/Monat, Advanced 49 €/Monat zzgl. 7,50 € TSE-Gebühr ⚠️ Preise auf Anfrage
Gesamtkosten-Risiko Steigt proportional mit Neukunden-Volumen Vorhersehbar, aber abhängig von Nutzerzahl

Profi-Tipp

Rechnen Sie die Treatwell-Provision pro Kunde über alle Besuche, nicht pro Buchung. Wer einen Neukunden nur einmal sieht, zahlt effektiv 35 %. Kommt er dreimal, sind es rund 11,7 %.

Funktionen im Vergleich

Beide Plattformen decken Online-Buchung und automatische Terminerinnerungen ab. Darüber hinaus unterscheiden sie sich erheblich, weil ihre Kernzielgruppen unterschiedliche Anforderungen haben.

Funktion Treatwell Doctolib
Online-Buchung ✅ Marktplatz + eigener Buchungslink ✅ Direktbuchung über Plattform
Automatische Erinnerungen ✅ SMS und E-Mail ✅ SMS und E-Mail
Kalender-/Terminverwaltung ✅ Treatwell Connect ✅ Integrierter Praxiskalender
Kundenverwaltung / CRM ✅ Einfache Kundenprofile ✅ Patientenakte (medizinisch)
Telemedizin / Video ❌ Nicht verfügbar ✅ Integrierte Videosprechstunde
Klinische Notizen / Behandlungsprotokoll ❌ Nicht verfügbar ⚠️ Grundfunktionen für Ärzte
Einwilligungsformulare (digitale Consent-Forms) ❌ Nicht verfügbar ⚠️ Begrenzt, auf medizinische Praxen ausgerichtet
Abrechnung / Rechnungsstellung ⚠️ Einfache Kassenfunktion ⚠️ Kassenanbindung in FR; begrenzt in DE
Marketing-Tools ✅ Marktplatz-Sichtbarkeit, Angebote ⚠️ Begrenzte Marketing-Funktionen
Lagerbestandsverwaltung ❌ Nicht verfügbar ❌ Nicht verfügbar

Buchung und Terminplanung

Die Buchungsworkflows beider Plattformen spiegeln ihr jeweiliges Geschäftsmodell wider. Treatwell ist auf Entdeckung ausgelegt: Ein Verbraucher sucht nach „Friseur in Köln“, sieht Treatwell-Einträge in den Suchergebnissen und bucht direkt. Der Salon muss nicht in SEO oder Google-Werbung investieren, zahlt dafür aber die Provision.

Doctolib funktioniert ähnlich, jedoch im medizinischen Kontext. Ein Patient sucht nach einem Hausarzt mit freien Terminen, bucht online und erhält automatische Erinnerungen. Die Buchungsabwicklung entlastet das Praxisteam. Bei der Buchungsmechanik gilt deshalb: Beide sind Marktplätze, aber für grundverschiedene Dienstleistungen.

  • Treatwell: Buchungen fließen aus dem öffentlichen Marktplatz, der App und über einen eigenen Buchungslink. Folgebuchungen und Buchungen über den direkten Link sind provisionsfrei.
  • Doctolib: Buchungen kommen über die Plattform, die Praxis-Website oder verlinkte QR-Codes. Patienten erhalten Erinnerungen per SMS und können Termine selbst absagen oder verschieben.
  • Gemeinsamer Vorteil: Beide reduzieren den telefonischen Buchungsaufwand erheblich.
  • Gemeinsame Einschränkung: Beide bieten keine ressourcenbasierte Terminplanung für Mehrbehandler-Kliniken mit komplexen Raumauslastungsanforderungen.

Vor- und Nachteile: Treatwell

Was Treatwell gut macht

Treatwell löst ein echtes Problem für neue und wachsende Beauty-Studios: Sichtbarkeit. Eine frisch eröffnete Kosmetikpraxis hat ohne Marktplatz oft Monate, um organisch in der lokalen Suche aufzutauchen. Mit Treatwell erscheint sie sofort. Laut Nutzerberichten auf Capterra schätzen Nutzer vor allem die einfache Einrichtung und die Reichweite des Marktplatzes.

  • Sofortige Sichtbarkeit in der lokalen Suchergebnisseite ohne SEO-Aufwand
  • Treatwell Connect deckt Kalender, Kasse und einfache Kundenverwaltung ab
  • Niedrige technische Einstiegshürde für unabhängige Beauty-Profis
  • Starke Markenbekanntheit bei Verbrauchern in Großbritannien, Deutschland und den Benelux-Ländern

Wo Treatwell an seine Grenzen stößt

Das Provisionsmodell funktioniert gut, solange Neukunden der Schlüssel zum Wachstum sind. Sobald ein Studio eine stabile Stammbasis hat, bringt der Marktplatz weniger neue Kunden, die Monatsgebühr bleibt aber. Treatwell Connect als reine Software konkurriert zudem mit spezialisierten Salon-Management-Tools, die oft mehr Funktionstiefe für denselben monatlichen Preis bieten.

  • 35 % Provision auf jede erste Marktplatzbuchung kann bei vielen einmaligen Neukunden erhebliche Kosten verursachen
  • Kunden „gehören“ dem Marktplatz: Wechselt der Kunde zu einem anderen Studio auf Treatwell, verliert das Studio die Beziehung
  • Keine klinischen Funktionen für ästhetische Praxen oder Medspas
  • Software-Funktionalität von Treatwell Connect ist breiter, aber weniger tief als dedizierte Salon-Tools

Vor- und Nachteile: Doctolib

Was Doctolib gut macht

Doctolib hat die Art und Weise, wie Millionen von Patienten in Frankreich und wachsenden Regionen in Deutschland einen Arzttermin buchen, grundlegend verändert. Für Arztpraxen, die hauptsächlich Kassenpatienten behandeln und deren größtes operatives Problem der Telefonaufwand und Terminausfälle sind, ist Doctolib eine sinnvolle Investition.

  • Sehr hohe Patientenakzeptanz in Frankreich, wachsende Akzeptanz in Deutschland
  • Automatische Erinnerungen reduzieren nachweislich Nichterscheinen
  • Videosprechstunde ist reibungslos integriert
  • HDS-Zertifizierung und DSGVO-Compliance gemäß EU-Datenschutz-Grundverordnung

Wo Doctolib an seine Grenzen stößt

Doctolib ist klar auf das klassische medizinische Versorgungsmodell zugeschnitten. Ästhetische Kliniken, Medspas, Privatpraxen für Anti-Aging oder Haartransplantation finden in Doctolib kein passendes Werkzeug. Klinische Behandlungsprotokolle, Vorher-Nachher-Fotos, Injektionsdokumentation oder Einwilligungsformulare für kosmetische Eingriffe sind nicht Teil des Systems.

  • Nur für regulierte Gesundheitsberufe konzipiert (Ärzte, Zahnärzte, Therapeuten)
  • Nicht geeignet für Beauty-, Wellness- oder ästhetische Kliniken ohne ärztliche Zulassung
  • Geringe Marktpräsenz außerhalb Frankreichs, Deutschlands und Italiens
  • Keine vollständige Praxisverwaltung: Kein Lager, keine Produktabrechnung, kein umfassendes EMR

Bewertungen und Nutzerstimmen

Für eine objektivere Einschätzung lohnt ein Blick auf unabhängige Nutzerbewertungen. Allerdings sind die Daten zu beiden Plattformen auf B2B-Plattformen begrenzt.

Treatwell: Auf Capterra berichten Nutzer vor allem über zwei Themen: Die positive Reichweite des Marktplatzes und die Frustration über die Provisionskosten bei wachsendem Geschäft. Mehrere Rezensenten beschreiben, dass sie nach einem oder zwei Jahren begonnen haben, aktiv Kunden vom Treatwell-Buchungslink auf ihre eigene Website umzuleiten, um Provisionen zu sparen. Das spricht für eine gewisse strategische Abhängigkeit am Anfang des Geschäftsaufbaus.

Doctolib: Patientenseitig wird Doctolib in Frankreich regelmäßig für seine intuitive Buchungserfahrung gelobt. Auf Praxisseite schätzen viele Nutzer die Zeitersparnis bei der Terminvergabe. Kritische Stimmen monieren gelegentlich den Preis für kleinere Einzelpraxen sowie das Gefühl, von einer einzigen Plattform abhängig zu sein. Auf Capterra Deutschland kommt Doctolib Pro auf 4,1 von 5 Punkten bei 13 Bewertungen.

Bewertungsplattform Treatwell Doctolib
Capterra Bewertungen vorhanden (Stand 2026) 4,1/5 (13 Bewertungen, Capterra Deutschland)
G2 Keine öffentlichen Bewertungen gefunden Keine öffentlichen Bewertungen gefunden
Häufiges Lob Marktplatzsichtbarkeit, einfache Einrichtung Intuitive Buchung, weniger Nichterscheinen
Häufige Kritik Hohe Provision, begrenzte Software-Tiefe Preis für Kleinpraxen, Plattform-Abhängigkeit

Treatwell oder Doctolib: Für wen eignet sich welche Plattform?

Die Entscheidung zwischen beiden Plattformen hängt weniger von Funktionen ab als von der Art der Praxis. Beide Plattformen sind für klar definierte Zielgruppen optimiert.

Wählen Sie Treatwell, wenn…

  • Sie ein Friseur-, Nagel-, Kosmetik- oder Massagestudio betreiben
  • Sie aktiv Neukunden über einen Marktplatz gewinnen wollen und bereit sind, dafür Provision zu zahlen
  • Ihr Betrieb hauptsächlich in Deutschland, Großbritannien oder den Benelux-Ländern ist
  • Sie eine einfache, schnell einzurichtende Buchungslösung ohne komplexe Klinikanforderungen benötigen

Wählen Sie Doctolib, wenn…

  • Sie Arzt, Zahnarzt oder Therapeut in Frankreich, Deutschland oder Italien sind
  • Ihr größtes Problem der Telefonaufwand bei der Terminvergabe ist
  • Sie Kassenpatienten behandeln und von der lokalen Plattform-Reichweite profitieren wollen
  • Telemedizin ein relevanter Bestandteil Ihres Angebots ist

Profi-Tipp

Betreiben Sie eine ästhetische Klinik, ein Medspa oder eine Privatpraxis, die sowohl Beauty- als auch medizinische Leistungen anbietet? Weder Treatwell noch Doctolib deckt dieses Segment vollständig ab. Sie benötigen eine vollständige Praxisverwaltungslösung.

Wie Pabau Buchung und Dokumentation für ästhetische Kliniken verbindet

Ästhetische Kliniken, Medspas und Privatpraxen brauchen Buchung, Dokumentation und Abrechnung zugleich. Treatwell ist ein Beauty-Marktplatz ohne klinische Tiefe, Doctolib ist auf das medizinische Kassensystem ausgerichtet. Heute arbeiten viele dieser Praxen deshalb mit einem Buchungstool, Papierformularen und einer separaten Kasse.

Pabau ist genau für diese Zielgruppe entwickelt worden. Es vereint Online-Buchung, klinische Dokumentation, digitale Einwilligungsformulare, Vorher-Nachher-Fotos, Injektionsprotokollierung, Abrechnungsworkflows und Patientenmarketing in einer Plattform. Wer einen tieferen Überblick über Software für ästhetische Medizin sucht oder Klinik-Software im Vergleich bewertet, findet auf dem Pabau-Blog detaillierte Marktübersichten.

Im Gegensatz zu Treatwell erhebt Pabau keine Provision auf Buchungen. Im Gegensatz zu Doctolib ist Pabau nicht auf das kassenärztliche Versorgungssystem beschränkt. Es ist für Privatpraxen ausgelegt, die eine vollständige Praxissoftware für Kliniken benötigen. Ärztlich geführte Praxen müssen dabei nicht auf Doctolib verzichten. Pabau bietet eine native Doctolib-Integration, sodass Doctolib als Buchungskanal bleiben kann.

  • Keine Marktplatz-Provision: Auf Buchungen fällt keine Provision an, die Kosten bleiben planbar
  • Klinische Dokumentation nativ: Behandlungsprotokolle, Einwilligungsformulare, Vorher-Nachher-Fotos
  • Multi-Standort fähig: Für Praxen mit mehreren Standorten und Behandlern
  • International ausgerichtet: UK, EU und VAE, nicht nur Frankreich oder Deutschland

Verwalten Sie Ihre Klinik ohne Provisionen und ohne Kompromisse

Pabau vereint Online-Buchung, klinische Dokumentation, digitale Einwilligungsformulare und Abrechnung in einer Plattform. Sie zahlen keine Provision auf Buchungen und bleiben unabhängig von einem Marktplatz.

Pabau Klinik-Software Dashboard

Fazit

Treatwell und Doctolib konkurrieren kaum miteinander. Die Wahl trifft Ihr Geschäftsmodell. Ein Studio, dessen Neukunden regelmäßig wiederkommen, zahlt bei Treatwell effektiv deutlich weniger als 35 %. Ein Studio mit vielen Einmalkunden sollte die Provision dagegen genau gegen eigene Werbung rechnen.

Für Arztpraxen ist Doctolib die naheliegende Wahl, sofern der Vertrieb ein Angebot nennt, das zur Praxisgröße passt. Ästhetische Kliniken und Medspas sollten keine der beiden Plattformen als Praxissoftware einsetzen. Ihnen fehlen dort Behandlungsprotokolle, Einwilligungsformulare und Vorher-Nachher-Fotos.

Für dieses Segment bietet Pabau Buchung, Dokumentation und Abrechnung ohne Provisionen und ohne Systembrüche. Buchen Sie eine Demo und sehen Sie, wie Ihre Klinik Termine und Behandlungsakten in einem System führt.

Weiterführende Lektüre

Weiterführende Lektüre

Welche Software eignet sich für ästhetische Medizin? Software für ästhetische Medizin gibt einen Überblick über die sieben führenden Lösungen im Vergleich.

Wie schneidet Doctolib gegen Jameda ab? Jameda vs Doctolib analysiert beide Plattformen speziell für den deutschen Arztpraxis-Markt.

Was kostet Treatwell wirklich? Treatwell Kosten und Provision erklärt alle Gebühren, Tarife und Alternativen transparent.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Treatwell und Doctolib?

Treatwell ist ein Buchungsmarktplatz für Beauty- und Wellnessstudios, Doctolib ist eine Patiententerminplattform für Ärzte und medizinische Fachleute. Beide bieten Online-Buchung, aber mit unterschiedlichen Kostenmodellen: Treatwell erhebt Provision auf die erste Buchung von Neukunden, Doctolib arbeitet mit einem Monatsabonnement.

Ist Treatwell für medizinische Kliniken geeignet?

Nein. Treatwell richtet sich ausschließlich an Beauty- und Wellnessbetriebe wie Friseursalons, Nagelstudios und Massagepraxen. Es bietet keine klinische Dokumentation, keine medizinischen Einwilligungsformulare und keine Abrechnungsworkflows für Gesundheitsberufe.

Wie viel Provision berechnet Treatwell?

Treatwell berechnet laut eigener Preisseite 35 % Provision auf die erste Buchung eines neuen Kunden über den Marktplatz. Folgebuchungen über den Marktplatz kosten 0 %, ebenso Buchungen über den eigenen Link oder die Website des Studios. Nur bei Online-Vorauszahlung fällt eine Zahlungsgebühr von 2 % an.

Lässt sich Doctolib auch für Beauty- oder Wellnessangebote nutzen?

Nein. Doctolib ist ausschließlich auf regulierte Gesundheitsberufe ausgerichtet: Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und ähnliche medizinische Fachkräfte. Beauty-Studios, Massagepraxen oder ästhetische Kliniken ohne ärztliche Approbation sind nicht die Zielgruppe der Plattform.

Gibt es eine bessere Alternative zu Treatwell und Doctolib für ästhetische Kliniken?

Ja. Für ästhetische Kliniken, Medspas und Privatpraxen mit klinischen Anforderungen ist Pabau die geeignetere Wahl. Pabau vereint Online-Buchung, klinische Dokumentation, digitale Einwilligungsformulare, Abrechnung und Marketing in einer Plattform, ohne Marktplatz-Provisionen zu erheben.

Was ist Treatwell Connect?

Treatwell Connect ist die Business-Software von Treatwell für Salon- und Studiobetreiber. Sie umfasst Kalender, Kassenfunktion, Kundenverwaltung und automatische Erinnerungen. Laut treatwell.de kostet sie 39 € (Starter) oder 49 € zzgl. 7,50 € TSE-Gebühr (Advanced) pro Monat. Buchungen über den eigenen Link oder die Website des Studios sind provisionsfrei.

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